Komm, wir fahren mal eben nach Frankreich, Belgien, Schottland oder Schweden. Eigentlich ist das alles kein Problem. Wir könnten jederzeit einsteigen und losfahren. Ein bisschen Wäsche ist immer in der Einraumwohnung, ein Steinpilzrisotto kriegen wir auch hin, und alles andere könnten wir im Supermarkt kaufen.

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Aber Amerika? Die USA für sieben Monate zu besuchen, das ist schon ein dickes Brett, das gebohrt werden muss. Daher sind einige Vorbereitungen notwendig, die wir hier einmal umreißen werden. Die jeweiligen Themen werden dann im Laufe der Zeit gesondert und detailliert beschrieben.

Promobil Podcast

Einreiseformalien

Im Wesentlichen wird für die USA eine Einreisegenehmigung (ESTA) oder ein Visum benötigt. Das Visum ist bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten Pflicht und hat uns viel Arbeit und Gedanken beschert. Sehr viel mehr darüber erfahrt ihr hier …

Für Kanada benötigen wir, da wir über die USA mit dem Fahrzeug einreisen, keine elektronische Reisegenehmigung (eTA). Mit Übertritt über die Grenze werden alle Formalitäten erledigt. Würden wir per Flugzeug einreisen, wäre eTA notwendig.

Für unseren zweiwöchigen Schlenker nach Mexiko reicht ein Reisepass. Ein Visum oder eine Einreisegenehmigung ist nicht notwendig.

Allgemeine Versicherungen

Auslandskrankenversicherung

Das Nächste, das uns beschäftigt, ist die Auslandslangzeitkrankenversicherung.

Hier greift die ’normale‘ Versicherung nicht, da wir uns außerhalb der EU aufhalten. Gängige Versicherungen oder Versicherungsleistungen, die sonst auch durch das Versicherungspaket der American-Express-Karte abgedeckt werden, sind aufgrund der langen Reisedauer (mehr als 90 Tage) nicht ausreichend.

Daher haben wir online unterschiedliche Gesellschaften angefragt – mit gravierenden preislichen Unterschieden.

Für unser Beispiel gilt: 2 Personen (über 50 Jahre, jünger als 60 Jahre), 7 Monate Reisedauer (222 Tage), Reiseland USA, ohne Selbstbehalt (sofern nicht anderes angegeben). Stand: Februar 2024.

  • ADAC: 834,00 (978,00 für ADAC -Nicht-Mitglieder), allerdings gibt es einen nicht zu unterschätzenden Selbstbehalt von 100 Euro pro Versicherungsfall.
  • Allianz: 2.775 Euro
  • Axa: keine Online-Info. Auch hier hat man das Gefühl, die eigentliche Arbeit zu übernehmen. Wenn Chatbot – dann bitte einen guten.
  • HUK-Coburg: 2.060,00 Euro
  • Hanse Merkur: 2.678,80 Euro (Basic), 3.255,00 Euro (Profi)
  • Travel Secure: 1.465,20 Euro (günstige Reisehaftpflichtversicherung, Reiseunfallversicherung und Haftpflicht zu günstigen Konditionen buchbar)
  • Nürnberger Versicherung: keine Online-Info
  • Signal Iduna: 1.818,00 Euro
  • DKV/Ergo: 4.032,00 Euro

Sind die jetzt auch so?

Gemäß dem Motto: „Früher war alles besser“? Nein, das war es mit Sicherheit nicht. Es braucht kein Vertreter zu uns nach Hause zu kommen, um uns bis zur Besinnungslosigkeit zu beraten. Ein Online-Rechner ist uns tausendmal lieber. Und auch ein Chatbot wäre super, wenn er uns verstehen könnte :-). Aber 20 Minuten in automatisierten, schlechten Dialogen zu verbringen – nein, danke. Somit ist die Auflistung nicht vollständig.

Diese Preise sind das Ergebnis einer Online-Recherche und lediglich eine erste Orientierung. Ist man aber bereit, für gute Informationen ein paar Euro auszugeben, ist der Blick in einen Vergleich der Stiftung Warentest sinnvoll. Spätestens so kann man trotz kostenpflichtigem Testergebnis tatsächlich noch ein paar Euro sparen.

Im Endeffekt haben wir bei der LMV vor Ort abgeschlossen und für 2 Personen 526,00 Euro bezahlt. Das zeigte uns zwei Dinge: a) Online ist nicht immer das günstigste und b) ein bisschen Energie bei der Suche hilft sehr viel Geld zu sparen.

KFZ-Haftpflichtversicherung

Wer kennt sie nicht, die „grüne Versicherungskarte“? Auf Schlaudeutsch auch „Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr“ genannt und im Ausland der Nachweis, dass das Auto KFZ-Haftpflichtversichert ist.

Die USA gehören zu den Ländern, die sich nicht mit so einem Nachweis über einen KFZ-Versicherungsschutz zufriedengeben. Daher heißt es für uns, dort eine geeignete Alternative für unsere Einraumwohnung abzuschließen. Und das ist wirklich nicht so einfach und der Punkt, der uns am meisten Kopfzerbrechen bereitet.

Bisher war es so, dass ein Versicherungsabschluss direkt in den USA am günstigsten war und dass ein amerikanischer Führerschein einen satten Rabatt gesichert hat. Das scheint sich jedoch – wie so vieles – grundsätzlich geändert zu haben. Und einen deutschen oder europäischen Anbieter für diese Art der Versicherung zu finden, ist wirklich nicht leicht.

Kommt es zu einem Vertragsabschluss, sind dann in der Regel zwei Fahrer versichert. Eine Zulassung des Fahrzeugs in den Staaten (was gleichzeitig eine Verzollung bedeutet) ist bis zu einer Reisedauer von einem Jahr nicht notwendig. Wichtig ist, dass das Fahrzeug in Deutschland zugelassen und versichert ist.

Nachdem wir alle Möglichkeiten für uns geprüft haben, bleibt eigentlich nur noch der Versicherungsanbieter Seguro Gringo (https://www.segurogringo.com/). Einen anderen Weg gibt es ggf. faktisch nicht. Sofern für die Überseereise noch eine Kasko-Versicherung angestrebt wird, bietet sich Fidarsi (https://www.fidarsi.de/) an.

So unser Wissensstand bis hierher.

Spartipp: Nach Auskunft der RMV-Versicherungsservice GmbH ruht unsere inländische KFZ-Haftpflichtversicherung nach dem Nachweis über die Verschiffung und der Police einer entsprechenden Versicherung in den USA.

Reiserücktrittsversicherung

Wer mit solchen Beträgen rumhantiert, ist gut beraten, den finanziellen Aufwand im Fall einer krankheitsbedingten Absage abzusichern. Doch da gilt es vorsichtig zu sein, denn für gewöhnlich gilt, dass lediglich reiseübliche Risiken versichert sind. Da wir aber auch die Kosten der Verschiffung und des Betriebs in den USA versichern wollten, fiel die Recherche etwas aufwendiger aus.

Letztendlich haben wir bei der LMV eine Versicherung für 500,00 Euro (Versicherungshöhe 15.000 Euro) abschließen können. Und das vor Ort ohne Online-Antrag, was bei solchen speziellen Fragen natürlich Gold Wert ist.

Verschiffung

Reederei

Unser Auto passt natürlich nicht in einen Container, sondern muss mit einem RoRo-Schiff auf die große Reise gehen. Wir haben uns für die Hinfahrt Baltimore als Zielhafen und für die Rückreise Jacksonville ausgesucht, das kommt unserer angedachten Route am nächsten.

Die Überfahrt dauert übrigens nur 10 bis 14 Tage. Und liest man, was dem Fahrzeug auf diesen 14 Überseetagen passieren kann, wird einem schwindelig. Nur gut, dass wir eine sichere Route nach Nordamerika gewählt haben und nicht nach Südamerika (oder zurück) verschiffen müssen.

Meist von größtem Interesse ist die Frage nach den Verschiffungskosten. An dieser Stelle bitten wir um Nachsicht: Wir werden Frachtraten und Verfrachter aufgrund von Freundschaftsbeziehungen nicht kommunizieren. Für etwas war es tatsächlich ganz gut, dass Knut mal Seehafenspediteur gelernt und noch Kontakte hat.

Aber dennoch soll es eine Orientierung geben. Gängige Preise können bei den Anbietern wie SeaBridge oder Overlander Shipping kostenfrei eingeholt werden. In unserem Fall würden dort Kosten zur Ostküste in Höhe von etwa 6.500 bis 7.500 Euro pro Fahrt fällig werden. Die Kosten zur Ostküste berechnen sich durch ein Volumengewicht und einen Kubikmeterpreis von 65 bis 70 Euro, zzgl. vieler organisatorischer Posten. Ein Kostenfaktor, der sich wohl in den vergangenen Jahren verdoppelt hat – aber unumgänglich ist.Die Kosten zur Westküste sind durch die Gebühren für den Panamakanal und der größeren Entfernung höher.

Eine Überfahrt dauert zur Ostküste ca. 12 – 14 Tage, sofern das Schiff nicht an jeder Milchkanne be- und entlädt. Beliebte Anladungshäfen sind Baltimore oder Halifax an der Ostküste oder Houston am Golfstrom.

Tipp: Die Verlader messen ggf. nach. Also nicht zwangsläufig auf das verlassen, was in den Papieren steht. Eine nachträglich eingebaute Dachklimaanlage kann das Gefährt schnell mal 10 cm höher machen.

Und natürlich spielte bei unserer persönlichen Entscheidungsfindung ganz klar die Gegenrechnung eine Rolle: Ein Wohnmobil in den USA zu mieten, schlägt mit durchschnittlich 130 EUR pro Tag zu Buche. In unserem Fall wären das also circa 28.000 EUR für die gesamte Reise. Ergo schlafen wir lieber und kostengünstiger in unserem eigenen Bett!

Zoll

Beim Thema Zoll gibt es zahlreiche Länder, die eine Verzollung von Fahrzeugen bei „Einfuhr“ verlangen. Ein vereinfachtes Verfahren wäre dann das Carnet de Passages. Das wäre eine Art Bankbürgschaft, die eine vorübergehende zollfreie Einfuhr eines Fahrzeugs für 12 Monate ermöglicht.

So etwas ist in den USA nicht notwendig, zumindest nicht, wenn man die USA mit dem eigenen Fahrzeug nicht länger als ein Jahr besucht.

Fahrzeugverschiffung

Bei europäischen Fahrzeugen ist es gut, wenn die schon Mal in einem perfekten Zustand bei der Überführung sind. Fahrzeugteile und Know How für europäische Fahrzeuge können in den USA ähnlich schwierig werden, als wenn jemand mit einem Thor Motorcoach mit einer Freightliner® Basis in eine deutsche VW-Werkstatt marschiert. Da fehlen in den Werkstätten einfach die Erfahrungen und die Möglichkeit, unkompliziert Teile zu bestellen.

Damit ein WoMo-Transport nicht zum heimlichen Frachttransport wird, gibt es die Anforderung, dass der Wohnraum blickleer sein soll. Alles, was zum Reisen in einem Wohnmobil gehört, darf während des Transports im Innenraum bleiben.

Bei Lebensmittel gelten die allgemeinen Einfuhrregeln, die hier nicht weiter erläutert werden.

Eine weitere wichtige Anforderung ist die Sauberkeit des Fahrzeugs innen (was auch Kleidung etc. umfasst) und außen. Damit möchte man das Einschleppen invasiver Arten vermeiden. Die Auflagen sind nicht so hoch, wie bei einer Verschiffung nach Australien, aber trotzdem existent. So rechnen einige Dienstleister grundsätzlich eine Reinigung des Fahrzeugs in die Kosten der Verschiffung mit ein.

Weiterhin zu beachten ist, dass einige Reedereien das Spülen (Stickstoff) eines LPG-Gastanks verlangen. Mit der Reinigung und Zertifizierung ist sichergestellt, dass der Gastank komplett leer ist.

Da bei der Einfuhr damit zu rechnen ist, dass ein Suchhund durch das Fahrzeug geht, packen wir die Polster ein. Eine Vorgabe ist das allerdings nicht.

Die Aufbaubatterie sollte unbedingt abgeklemmt sein, zudem die Plusleitung gegen versehentliches Berühren der Pole gesichert werden. Dies macht die Besatzung an Bord des Schiffs, indem die Plusleitung nach dem Abklemmen eine Art Socken übergestülpt bekommt.

Damit die Besatzung beim Be- und Entladen möglich Tricks zum Starten des Fahrzeugs kennt (Nato-Knochen, Trennschalter etc.) ist eine zweisprachige Anleitung sinnvoll, die sowohl im Fahrerhaus, als auch beim Trennschalter außen (sofern vorhanden) angebracht ist.

Wie viele Schlüssel beim Transport abgegeben werden, also Fahrerhaus und Aufbau mit Laderaum, das hängt von der Reederei ab.

Bezüglich der Sicherheit bei rauer See muss sich kein Versender Gedanken machen: Alle Fahrzeuge werden stets gut gesichert (gelascht).

Transportversicherung

Eine Reederei kümmert sich um den Versand, um die passende Transportversicherung muss sich der Full-Service oder der Reisende selbst kümmern. Und dabei spielen dann die versicherten Risiken eine große Rolle auf die Preisfindung. Doch wie unterscheiden die sich?

  • Brand im Schiff
  • Strandung
  • Einbruchdiebstahl
  • Feuer
  • Leitungswasserschäden
  • Vandalismus
  • Beschädigungen beim Transport
  • Untergang des Schiffs

Und so variieren die Preise und auch die Versicherungsbedingungen sehr stark. Unser Favorit ist eine Versicherung bei einem Makler ganz in der Nähe für 560,00 Euro netto. Die Umsatzsteuer entfällt, da die Leistungserbringung außerhalb der Landesgrenzen ist.

Langzeitreise mit dem Wohnmobil

Wir sind natürlich sehr zufrieden mit dem Fahrzeug, sonst würden wir ja nicht ständig damit herumreisen. Aber da wir nun sieben Monate darin leben wollen, möchten wir einige Dinge modifizieren.

Fahrräder

Ob man gerne Fahrräder in die USA mitnehmen möchte, dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Häufig ist der Einsatz des Fahrrads kaum möglich oder macht nicht wirklich Spaß. Andernorts, wie in Nationalparks ist es wiederum eine tolle Möglichkeit, sich etwas sportlich zu betätigen.

Damit die außen transportierten Fahrräder nicht in die Berechnung der Verschiffungskosten fallen, haben wir uns entschlossen, diese bis in die USA im Laderaum zu transportieren.

Und dort gehört dann auch der Fahrradträger hinein. Damit der möglichst klein transportiert werden kann, haben wir uns für den Thule EasyFold XT2 entschieden, der ein extrem kleines Packmaß hat.

Und dankend haben wir den Tipp eines Followers aufgegriffen, dass sich die geklemmten Kennzeichen gerne Mal in unebenen Gelände verabschieden. Daher haben wir unser Kennzeichen festgeschraubt. Wer zudem noch Bedenken wegen Diebstahl hat, der sollte statt schrauben über Nieten nachdenken.

Ver- und Entsorgung

Die Frischwasserversorgung ist in den USA ähnlich der, die wir in Deutschland vorfinden. Das bei uns häufig verwendete Gardena-Anschlusssystem wird auch in den USA verwendet. Doch Achtung: Das Gewinde für den Wasserhahn unterscheidet sich vom europäischen System. Eine Hürde, die sich mit einem Besuch eines Baumarkts in den USA schnell überwinden lässt.

Sehr komfortabel sind die sogenannten Full-Hook-Up Plätze, denn sie bieten Strom, Frischwasser und auch Grauwassserentsorgung am Platz an.

Um uns das Befüllen mit Frischwasser zu erleichtern, haben wir immer etwa 5 Meter lebensmittelechten Schlauch der Firma Lilie dabei – und wenn auf den Full-Hook-Up Plätzen das nicht reicht, liegt ab jetzt die gleiche Menge noch einmal im Kofferraum.

In Bezug auf die Wasserqualität ist man in den USA sicher, jedoch schmeckt das Wasser in Abhängigkeit der Region nur bedingt gut. Das liegt am Chlor, mit dem Wasser desinfiziert wird. Deswegen kommt unser, von Beginn an eingebauter 10 Zoll Lilie-Certec® Wasserfilter zum Einsatz. Die enorm große Filterkartusche versorgt das Gesamtsystem der Anlage mit „entchlorten“ Wasser. Das wird durch die Certec®-Keramik sowie einem Bioelektro-Depot und einem zusätzlichen Aktivkohlefilter erreicht. Neben dem erwähnten Chlor werden auch Schwermetalle, Herbizide und Pestizide aus dem Wasser gefiltert. Toll ist, dass sich durch die Größe des Filters der Durchflussdruck dabei kaum verringert.

Und auch bei der Entsorgung von Grauwasser in den USA hilft das Lilie-Sortiment. Im Gegensatz zu Europa, wo man meist mit dem Wohnmobil über einen großzügigen Bodenauslass entsorgt, gibt es in den USA für gewöhnlich nur kleine im Boden eingelassene Stutzen.

Das bedeutet für deutsche Fahrzeuge a) einen entsprechenden Schlauch mitzuführen und b) die Möglichkeit, diesen an den Entleerungsstutzen anzuschließen. Wir haben es da gut, denn unter unserem Grauwassertank ist ein Anschraubflansch mit 1½˝ mit Bajonettzapfen. Dort lässt sich ein Valterra-Entleerungsschlauch mit einer Länge von 100 Zoll (etwa 2,5 Meter) anschließen. Ein Vorteil, der uns in Deutschland schon des Öfteren zugutekam, bei dem direkt an der Ver- und Entleerungssäule abgelassen wird.

Und dann haben wir wieder an die Full-Hook-Up Plätze gedacht, bei denen direkt am Platz entsorgt werden kann – meist sind jedoch die Entsorgungsanschlüsse einige Meter vom Wohnmobil entfernt. Schnell kommen ein paar Meter Schlauch zusammen, die letztlich nach der Nutzung platzsparend verstaut werden müssen.

So kam die Idee auf, einen Flachschlauch, ähnlich in Aufmachung eines Feuerwehrschlauchs, zu nutzen.

Schläuche dieser Art sind online beim Schlauch-Profi zu beziehen. Da der Schlauch lediglich Grauwasser ohne nennenswerten Druck ableitet, reicht eine leichte bzw. mittlere Qualität allemal aus. Durch die flache Art des Schlauchs lässt sich dieser platzsparend zusammenrollen und somit gut verstauen.

Waschmaschine

So etwas haben wir noch nie mit in den Urlaub genommen. Dafür gibt es Waschsalons oder Waschmaschinen auf dem Campingplatz. Etwas nervig ist es, auf die Maschinenleerung (oder noch schlimmer: auf die anderen Waschenden) zu warten. Daher haben wir uns vor einem Jahr eine kleine LG-Twin-Wash mit 2,5 kg Füllmenge gekauft, die es mittlerweile nicht mehr auf dem Markt gibt. Mehr dazu hier …

Klimaanlage

Sowas haben wir noch nie gebraucht – wozu auch in Schottland, Schweden im Sommer oder Südfrankreich im Frühjahr. Aber in den Südstaaten der USA sieht das schon ganz anders aus. Da ein Festeinbau aufgrund der Nichtnotwendigkeit nicht infrage kommt, haben wir uns eine Zimmerklimaanlage gekauft. Hier müssen wir uns noch um die Abluftführung im Wohnmobil kümmern. Einen ausführlichen Bericht, wie wir das mit der Abluft gelöst haben, findet ihr hier.

Generator und Spannungswandler

Waschmaschine und Klimaanlage wollen betrieben werden. Das geht leicht mit einem Stromgenerator, der die richtige Spannung und Hertz-Zahl ins Wohnmobil einspeist. Wir haben uns für einen hochwertigen von der Firma Stahlwerk entschieden. Doch auch ein Wandler von 110 auf 230 V kommt infrage. Unseren ausführlichen Beitrag über den Bronson Trafo seht ihr hier …

Heizung

Mit unserer Alde-Heizung sind wir nach wie vor mehr als zufrieden. Damit dieser Punkt der Technik auch in den USA optimal funktioniert, haben wir sie vor Abfahrt noch einmal durchchecken lassen.

Da die Heizung mit Gas auch in höheren Lagen einwandfrei funktioniert, machen wir uns bzgl. hoch gelegenen Stellplätzen keine Sorgen. Bei einer Dieselheizung ist je nach Hersteller ein Höhen-Kit anzuraten. Ansonsten kann die Heizung auch mal aufgrund eines veränderten Zündverhaltens bei niedrigerem Luftdruck den Dienst versagen.

Abdeckung Scheinwerfer

Viele schimpfen immer auf die uneinheitliche Bürokratie in Europa, doch eine kleine Recherche zeigt, dass es noch schlimmer sein kann. Bei 50 Staaten erlaubt sich jeder Staat eine eigene Regelung bezüglich Zusatzbeleuchtung. Mehr erfahrt ihr hier …

Während der Reise

Mietwagen

Zum Thema Mietwagen hat wohl jeder so seine eigene Meinung. Da wir in den ersten Tagen mobil sein wollen (unter anderem um die Behördengänge im Hafen zu erledigen), haben wir uns erneut für den ADAC entschieden. Für uns ist das bequem, sicher, bis zur Reise stornierbar und die Auswahl zwischen den vielen Anbieter ist schwer.

Auch bei dieser Reise haben wir festgestellt, dass der Buchungstag immens wichtig ist. Am Wochenende sind die Fahrzeug bedeutend teurer als in der Woche. Damit meinen wir nicht die Miettage, sondern der Tag, an dem das Fahrzeug online gebucht wird. Während der Preis unseres Wunschfahrzeugs an Wochenendtagen um die 390 Euro lag, sind bei Buchung in der Woche lediglich ~295,00 Euro pro Tag fällig. Da heißt es Augen auf im Straßenverkehr 🙂

Navigationsgerät

Mietet man sich in den USA ein Fahrzeug, ist häufig schon ein Navigationsgerät inkludiert bzw. kann für einen ganz schmalen Taler gemietet werden. Und natürlich leisten Google Maps und Co. hervorragende Dienste, vorausgesetzt, der Datentarif reicht dafür aus.

Doch bereits das Laden einer Navigation kann bis zu 10 MB des Datenvolumens beanspruchen. Für die Navigation selbst sollte man mit einem Verbrauch von ungefähr 120 MB pro Stunde rechnen.

Somit sind wir begeistert, dass unsere PKW/Wohnmobil/LKW-Navigation neben der Online-Funktionalität die USA auch Download-Satz zur Verfügung stellt. Somit können wir ohne Online-Daten in den USA navigieren. Mehr zu unserem Navi findet ihr unter Navi-Apps und beim perfekten Android-Camping-Tablet.

Fernsehen

Natürlich kann man auf TV verzichten. Keine Frage. Aber offen gesagt, gelegentlich die Serien dort zu schauen, kann auch ganz nett sein. Und Nachrichten sind wichtig, zumal wir ja in der heißen Wahlphase der US-Präsidentenwahl vor Ort sind. Daher sind einige technische Änderungen an der SAT-Anlage notwendig, bei denen uns Teleco Hilfe angeboten hat. So wurden die richtigen Satelliten an den richtigen Positionen gefunden und eingespielt. In den USA muss dann nur noch der LNB-Empfänger getauscht werden, den es im Baumarkt zu kaufen gibt.

In diesem Zusammenhang bleibt aber etwas Wichtiges zu berücksichtigen. Ein freies Satellitenfernsehen, wie wir es aus Deutschland kennen, gibt es in den USA nicht. Analog zum Pay-TV Kabelfernsehen sind Sat-Programme codiert. Somit ist ein Vertrag und eine Decodierung notwendig. Lediglich ganz wenig USA-weite Nachrichtensender können empfangen werden.

Telefonie & Internet

Ein Smartphone ohne Internet ist undenkbar. Routen werden geplant, Kurznachrichten verschickt und das beste Restaurant herausgesucht. Und auch die Telefonie ist unabdingbar. Somit ist eine SIM-Karte für die USA unverzichtbar.

Warum nicht die eigene? Die Roaminggebühren für deutsche Mobilfunktarife sind in der Regel sehr hoch. Aber Vorsicht, auch eine US-amerikanische Mobilfunk-Prepaid-Karte ist kein Schnäppchen. Da muss man schon den besten Vertrag für sich herausfinden.

Die Mobilfunkabdeckung in den USA kann je nach Standort und Mobilfunkanbieter stark variieren. Die Vereinigten Staaten sind ein großes Land mit vielen ländlichen Gebieten, und die Qualität der Mobilfunkabdeckung kann in städtischen Gebieten oft besser sein als in abgelegenen oder bergigen Regionen.

Die USA haben mehrere große Mobilfunkanbieter, darunter Verizon, AT&T, T-Mobile und Sprint (jetzt Teil von T-Mobile). Diese Anbieter haben ein weitreichendes Netzwerk von Mobilfunktürmen und bieten in vielen städtischen Gebieten eine gute Abdeckung und Geschwindigkeit. In ländlichen oder weniger dicht besiedelten Gebieten kann die Abdeckung jedoch unzuverlässiger sein. Auch hier gilt es, sich ein wenig schlau zu machen. Unser Wunschnetzbetreiber ist T-Mobile USA.

Eine SIM-Karte für das amerikanische Netz in den USA zu erwerben ist möglich, bedeutet aber einen erhöhten Aufwand. Somit sind Anbieter, die man aus Deutschland im Vorfeld schon kaufen kann, eine feine Sache.

Und so haben wir lange nach einem inländischen Ansprechpartner gesucht und in Power Sim Shop GmbH aus Gronau gefunden. Der Shop hat nicht nur einen Tarif von einem Anbieter, sondern gleich ein ganzes Portfolio im Angebot.

Von der klassischen SIM-Karte über E-SIM von AT&T, T-Mobile und anderen. Die Laufzeiten variieren von wenigen Tagen bis zum 30 Tage-Monat. Und was soll man sagen, die Preise sind für die USA moderat. Die größten Vorteile der Karten von Power Sim Shop sind aber:

  • gutes Datenvolumen
  • Allnet Falt innerhalb der USA
  • Allnet Flat nach Deutschland und viele andere Länder weltweit
  • Telefonieren im guten T-Mobile USA-Netz
  • Sofern verfügbar 5G Netz
  • Selbstbestimmte Aktivierung der Karte bei Ankunft
  • Und wenn Mal etwas nicht klappt, hilft der deutsche technische Support

Somit kann die Karte fast alles, nur kein Roaming für Kanada und Mexiko und die Nutzung als Hotspot bzw. kein Tethering ist nicht möglich.

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Bedenkt man, dass wir gerne ein wenig mit der Heimat videochatten, Videos für euch hochladen und vielleicht auch mal Fernsehen wollen, kommen da schon einige Daten zusammen. Deshalb haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, zusätzlich die Satelliten von Elon Musk zu nutzen und im Angebot eine Starlink-Schüssel gekauft. Wie das als Deutscher in den USA funktionieren soll, erfahrt ihr hier…

Kosten im Blick

So ein wenig die Kosten im Blick haben, ist schon eine gute Sache. Allerdings darf das nicht aufwendig sein und am besten wäre es, wenn wir beide die Ausgabe erfassen könnten. Nach einer Recherche haben wir nun für uns die Android-App Reisekasse von w+h Gmbh ausprobiert: https://reisekasse.app/

Die App teilt die Ausgaben in Kategorien ein, legt Belege an und rechnet Währungen automatisch in Euro um.

Übernachten

In den USA Ob werden staatliche oder private Campground oder Stellplätze angeboten, ähnlich den unseren Und wie auch hierzulande gibt es gut zugängliche und welche, die man am besten weit im Voraus bucht.

Routenplanung

Wir notieren neuerdings alles, was wir Interessantes im Fernsehen, in Büchern oder Magazinen sehen. All das soll in die Route integriert werden. Und nein, wir planen nicht jeden Tag im Voraus, aber ein paar Meilensteine müssen schon festgelegt sein, sonst könnte einem am Ende die Zeit davonlaufen. Während Wiebke gerne eine Karte mit Klebezetteln nutzt, bevorzugt Knut Polarsteps.

*  Letzte Aktualisierung am 15.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Amazon-Links sind so genannte Affiliate-Links. Klickst du auf diesen Link und kaufst ein, erhalten wir eine Provision. Für dich verändert sich der ausgewiesene Preis nicht.

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Von admin

2 Gedanke zu “Vorbereitungen für die USA-Reise mit dem Wohnmobil”
  1. Hi
    Eur Beitrag ist sehr gut und ichvwarte auf die „Nachträge“.
    Wir wollen im März 27 auch eine 7monatige Reise durch die USA (Start Baltimore) und Kanada( Rückreise Halifax) machen. Daher bin ich am Sammeln von vielen Informationen um frühzeitig alles zu erodieren und sich dann ohne Zeitdruck für das „ Richtige“ zu entscheiden.
    Würde mich sehr freuen weiteres von euch zu lesen.

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