Eine WLAN-Verbindung mit anderen teilen?

Eigentlich hat ja heute jeder seinen mobilen Datentarif dabei. Trotzdem gibt es gute Gründe, im Hotel oder auf dem Campingplatz einmal einen WLAN-Zugang zu buchen. Dazu gehören wohl meistens

  • schlechtes Mobilfunknetz
  • begrenzte Datenflat beim Mobilfunkanbieter
  • schnellere Verbindung über das Festnetz.

Oftmals sind die WLAN (international WiFi) Verbindungen frei, manchmal allerdings auch mit mehreren Euro kostenpflichtig.

Problematik

Wenn dann auf einmal die ganze Familie einen Zugang zum WLAN auf dem Platz oder im Zimmer haben möchte, wird es manchmal ganz schön kostspielig. Zwei Modelle kommen vordergründig zum Einsatz:

  1. WLAN-Zugang über die Zugangsdaten des Access-Points. Diese Verbindung ist darüber erkennbar, dass ein sogenannter Preshared Key eingegeben werden muss, um ins gesicherte WLAN-Netz zu kommen.
  2. Deutlich häufiger meldet man sich in einem offenen WLAN-Netz an und wird dann über den Webbrowser zu einer Landingpage geleitet, in der man den Schlüssel (Key) eingibt, den man zuvor bei Buchen bekommen hat. Dieses geschieht über ein Gast- oder Captive-Portal. Problematisch ist, dass man mit dem jeweiligen Schlüssel nur ein Gerät anmelden kann.

Aufwendige Lösung

Es gibt Reisemobilrouter, die sich mit den gestellten Zugangsdaten verbinden können und dann im Zimmer, Wohnwagen oder Wohnmobil ein neues WLAN aufbauen. In dieses Netzwerk können sich nun wiederrum Familienmitglieder anmelden und ins Internet starten. Der Repeater übernimmt demnach die Aufgabe eine eigenständigen Access-Points. Solche sind selten zu finden und die Einrichtung ist nicht ganz unkompliziert (vor allem bei der zweiten vorgestellten Variante).

Einfache Lösung

Manche moderne Smartphones haben eine recht unbekannte Funktion, die das Teilen bestehender Verbindungen ermöglichen. Bei dieser Abhandlung werden Screenshots des Huawai/Honor Android Systems gezeigt:

Hotspot

Mit einem Hotspot gibt man seine bestehende Mobilfunkverbindung frei. Die Nutzung der Datenverbindung belastet natürlich das zur Verfügung stehende Datenvolumen.

WLAN-Verstärker

Dieser Begriff deutet darauf hin, dass eine Internetverbindung durch ein Smartphone verstärkt (Repeater) wird. Gleichzeitig ermöglicht das Gerät aber auch, dass sich bis zu vier Geräte in das kleine WLAN des Smartphones verbinden können (Access Point). Und voilà, ein AccessPoint ist auf die Schnelle entstanden.

Rechtliche Voraussetzung für diese Art, einen bezahlten WLAN-Anschluss zu teilen, ist die Genehmigung des Hotel- oder Campingplatzbetreibers.

Zudem erhöht die Nutzung des Smartphones als Repeater und AccessPoint den Stromverbrauch. Daher sollte das Smartphone bei dieser Nutzung gleich ans Ladegerät angeschlossen werden.

Und nun, ab in die Welt der Bits und Bytes …

13 Gedanken zu „Eine WLAN-Verbindung mit anderen teilen?

  • 24. März 2019 um 9:04
    Permalink

    moin,
    was für ein smartphone / OS ist das in diesem Beispiel ?
    iOS nicht, wie android siehts aber auch nicht aus…

    Antworten
    • 24. März 2019 um 11:08
      Permalink

      Hallo, ich habe den Text auf deine Frage hin ergänzt. Es ist das Huawai/Honor-eigene Android System. Wie ich später erst festgestellt habe, sind die damit noch relativ alleine auf dem Markt unterwegs.

      Antworten
  • 22. August 2019 um 14:02
    Permalink

    Moin,
    toller Artikel und gerade auf Campingplätzen sehr interessant, damit man ggf. auch einen Smart TV nutzen kann.
    Kann das Honor sich dann auch über die jeweilige Landingpage verbinden und gibt diese Verbindung dann quasi „freigeschaltet“ an die dahinter liegenden Geräte weiter?

    Antworten
    • 27. August 2019 um 12:10
      Permalink

      Ja, dass musste gehen. Einfach im Browser die Daten eingeben.

      Antworten
  • 23. September 2020 um 13:32
    Permalink

    Hallo,
    genau das Problem möchte ich lösen…

    Zur Aufwendigen Lösung: Reisemobilrouter erstellen die Internetverbingung doch über das Mobilfunknetz und nicht über das WLAN des Hotels, Ferienanlage oder Campingplatz.

    Es müsste daher ein Router sein der die Verbindung über das anbegotene WLAN herstellt und dann per NAT ein eigenes WLAN Netz versorgt.

    Haben Solche Router einen speziellen Namen oder kennen Sie eine Type?

    Ein Huawai Honor werde ich mir dafür nicht anschaffen.. ich habe noch ein Xaoimi Redmi 3Pro mit Linage OS rumliegen das könnte man einmal ausprobieren…

    Besten Dank

    LG Michael

    Antworten
    • 15. Oktober 2020 um 8:53
      Permalink

      Wir haben lange danach gesucht, aber keine entsprechende Hardwarelösung gefunden.

      Antworten
    • 15. Oktober 2020 um 18:53
      Permalink

      gibt es, kein Problem, sogar „billig“
      hab das selber praktiziert:
      kostenloses WLAN (z.b. Freifunk o.ä.) oder auch bezahltes WLAN auf einem Campingplatz oder im Hotel….
      du loggst dich in das WLAN ein und der Minirouter stellt dann einen eigen Hotspot für deine gesamten Geräte zur Verfügung

      Das „Wunderding“ heist TP-Link und ist für den Bruchteil des Preises eines Huawei Handys oder „grossen“ Routers zu bekommen.

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      Antworten
      • 24. Oktober 2020 um 18:01
        Permalink

        Danke für den Tipp. Schaue ich mir Mal an.

        Antworten
      • 24. Oktober 2020 um 18:02
        Permalink

        Hatte damals TP-Link angeschrieben, da gab es den noch nicht 🙂

        Antworten
  • 24. Oktober 2020 um 20:16
    Permalink

    ich weiss,
    vor 2-3 Jahren war das echt noch total tricky….

    Antworten
    • 25. Oktober 2020 um 1:16
      Permalink

      Ich habe mir das angesehen und ich denke, dass Gerät hat die gleich Funktionalität wie die Reiserouter des Herstellers, die es schon vor einigen Jahren gab. Und, es löst das Problem nicht.

      Die Dinger sind gut, sofern du Einwahldaten ins WiFi hast (SSID, Benutzer und Passwort). Sobald du aber, wie in vielen Hotels und CP ein Captive-Portal hast, funktioniert es nicht. Dabei hast du quasi ein offenes WLAN und verifizierst dich nicht über LAN-Einwahldaten sondern über eine Landingpage im Browser, wo du dann deine Nutzerdaten über das Endgerät eingibst (meist stehen die auf einem gedruckten Ticket). Und genau damit kommt der Router nicht klar. Vielleicht habe ich das im Handbuch aber auch überlesen, was ich nicht ausschließen will.

      Antworten
  • 26. Oktober 2020 um 10:12
    Permalink

    ahhh,
    du hast recht, an die Konstellation mit einer Landingpage habe ich natürlich nicht gedacht ….

    Was noch ginge (als Notlösung) ist ein Windoows10 PC (kleines Netbook z.b) – Win10 kann auch einen Hotspot zur Verfügung stellen.
    Ob man dafür eine bestimmte Hardware braucht, weiss ich allerdings nicht, mein Lenovo Legion kann’s jedenfalls.

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