Selbstbau Anleitung Trockentrenntoilette

Die jetzt auch? Eine Trocken-Trenntoilette im WoMo …

Ja, wir nun auch!

Es ist ja schon etwas verwunderlich: Da können wir 300 Liter Wasser bunkern, haben 100 Liter Gas zum Heizen, Kochen und Kühlen und müssen trotzdem nach Möglichkeiten der Entsorgung Ausschau halten!

Trocken-Trenn-Toilette

Was bisher geschah:
Unsere  prinzipiell hervorragende Kassettentoilette von Dometic tut ihre Dienste. Optisch ansprechend und durch eine Keramikbeschichtung funktionell. Die verbaute SOG-Anlage mit Bodenauslass sorgte für ein gutes Klima im Bad.

Wenn wir mal nicht entsorgen können, behelfen wir uns mit zwei außen liegenden Kanistern, in die wir mit Hilfe eines Trichters umfüllen können. Das klingt merkwürdig und wenig praktikabel, geht aber im Bedarfsfall ohne großes Aufsehen relativ schnell und einfach.

Doch was uns schon immer sehr stört:
Das meiste in der Kassette ist doch eher Wasser als Hinterlassenschaften. Mit 4 Personen ist der Tank nach 24 Stunden voll, wenn es keine andere Toiletten-Möglichkeit gibt. Und bei uns kommt auch nur Flüssiges ‚rein. Über kurz oder lang muss also ein herkömmliches WC angesteuert werden. Noch eine Tatsache, die uns in unserer „Einfach-irgendwo-stehen-bleiben“ – Reiselust beschränkt.

Wir wollen ein anderes Klo!
Eine andere Toilettenlösung war also eigentlich schon von Anfang an irgendwo in unserem Hinterkopf  – doch in der Bauphase einfach zu teuer (die einzige Alternative war für uns damals „Cinderella“ die Verbrennertoilette).

Und dann kamen die Trockentrenntoiletten in der Camper- und Reisemobilszene in Mode. ‚Abwarten‘ haben wir erst mal gedacht, mal sehen wie die Erfahrungen der anderen sind. Also Erfahrungsberichte lesen – und da gibt es nicht wenige! Unisonso hieß es: Effektiv, effizient, riecht nicht.

Was brauchten wir also mehr, als diese Fakten? Zeit, um uns mit der „Plumpsklo im Wohnmobil“ Idee anzufreunden – es klingt ja schon ein wenig merkwürdig, seine Stoffwechsel-Endprodukte über einen gewissen Zeitraum in einem Eimer mit sich herumzukutschieren!

Doch irgendwann waren wir von dieser Toilettenlösung überzeugt – sogar bei den Mitfahrern stößt unser neues Klo inzwischen auf Zustimmung!

Was ist nun eine Trockentrenntoilette?

Wikipedia erklärt das ganz schön:

Komposttoilette mit Urintrennung: Bei der Trockentrenntoilette (TTC) wird die natürliche Trennung menschlicher Ausscheidungen konsequent beibehalten, indem Urin und Exkremente getrennt aufgefangen werden. Hierbei wird der Urin entweder in die Kanalisation abgeleitet oder in einem Behälter aufgefangen und z. B. als Dünger im Garten eingesetzt. Die festen Exkremente und das Toilettenpapier werden unter Beimengung groben, zellulosehaltigen Materials (Rindenschrot, Hobelspäne, Stroh) in einem Behälter aufgefangen, der sich unter dem TTC befindet. Eine spezielle Hygieneklappe sorgt für einen Verschluss des Behälters. Die Feststoffe lassen sich dann kompostieren. Dadurch kann Trinkwasser eingespart und Kläranlagen und Deponien entlastet werden, da der Klärschlamm aus Kläranlagen oft aufgrund enthaltener Schadstoffe als Sondermüll auf Deponien entsorgt werden muss. [Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Komposttoilette]

Oft werden noch Ventilatoren für den Feuchtigkeits- und Geruchsentzug der festen Stoffwechsel-Endprodukte verbaut.

So die Theorie.

Und wer hat’s erfunden?

… nein , nicht die Schweizer. Toiletten im weiteren Sinne gab es tatsächlich bereits in der Antike, in alten Burgen findet man heute noch Überreste von Abortkerkern (den Vorgängern des Donnerbalkens), in alten Bäuernhäusern gelegentlich ein Plumpsklo im ersten Stock – von da aus ging’s direkt auf den Misthaufen!

1860 meldete dann ein englischer Pfarrer das Patent für eine Trockentoilette an und gründete auch gleich eine Firma für Herstellung und Vertrieb derselbigen – in Zeiten der wirtschaftlichen Hochkonjunktur und steigender Lebensqualität in Großbritannien sicherlich eine gute Idee.

Die Trenntoilette schaffte es derzeit auch bis nach Deutschland. Bis ins 20. Jahrhundert waren diese gang und gäbe: Urin wurde getrennt vom „Feststoff“ (der auf dem Misthaufen landete) über Lehmwände geleitet, das Wasser aus dem Urin verdunstete und Salpetersäure kristallisierte aus. In Zeiten, in denen Salpeter noch nicht labortechnisch hergestellt werden konnte eine Marktlücke!

Die Erfindung des Wasserklosetts fiel in etwa in die gleiche Zeit, wie die Entdeckung des billigen Chilesalpeters und der künstlichen Herstellung, die Salpetergewinnung über Lehmwände wurde uninteressant. Hinzu kam auch hier wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung – man gönnte sich etwas neues, ein WC – die TT verschwanden.

Aber wer hat’s nun so richtig „erfunden“, die TTT?

Das ist die Geschichte, die mir am besten gefällt:  – die technologische Neuerung des Luftklosetts geht scheinbar auf die Schweden zurück. Eine Toilette, die über ein Abluftrohr nach Außen verbunden wurde und bei dem eine Scheidewand in der „Schüssel“ dafür sorgte, dass „festes“ und „flüssiges“ getrennt aufgefangen wurden: Voilá – die Trockentrenntoilette!

By the way: in Schweden findet man sehr häufig noch Plumpsklos und noch häufiger (Trocken-) Trenn- oder Komposttoiletten. Für Schweden scheinbar Romatik pur: kein Rauschen, keine Technik, Ruhe … oder vielleicht auch durch die Tatsache begründet, dass viele Häuser nicht über entsprechende Abwasserentsorgung verfügen.

Und on-top die „Dass-Tidning“ (frei übersetzt „Plumpsklo-Zeitung“)  – vieles lässt sich eben mit Humor noch besser aushalten. [Quelle: http://schweden.pl7.de/schwedische-toiletten]

Und die Frage aller Fragen: riecht das?

Beruhigend – alles, was wir darüber gelesen und gefragt haben läuft auf vier Buchstaben hinaus:

N E I N

Für uns ist das alles Hörensagen – wir testen das jetzt.

Was wir sicher wissen, ist die chemische Seite:

Urin riecht im ersten Moment eher … nennen wir es mal würzig. Mit Hilfe von Enzymen wird der im Urin enthaltene Harnstoff in Ammoniak und Kohlendioxid umgewandelt. Es dauert ein bisschen, aber wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, riecht unser Pipi nicht mehr unbedingt würzig – den Geruch von Ammoniak brauche ich hier nicht beschreiben.

Kommen wir nun zum – ich nenn‘ es jetzt mal Stoffwechsel-Endprodukt. Die Frage des Geruchs ist hier unstrittig. Das ist halt einfach so – dafür verantwortlich sind auch hier wieder bestimmte Abbauprodukte, nämlich Indol und Skatol. Ihre Eigenschaft: unangenehmer Geruch – naja, wie man’s nimmt – streng chemisch gesehen sind es tatsächlich Duftstoffe, die in hoher Verdünnung nach Rosen, Jasmin und Goldlack riechen und u. a. in der Parfümherstellung zum Einsatz kommen. Ich hoffe, das merkt man später!

Unsere Praxistestungen bleiben abzuwarten. Vorsichtshalber oder vielleicht besser gesagt für den Fall der Fälle, dass es aus unserem Flüssigkanister „riecht“, werden wir auch mal das in der Landwirtschaft altbewährte Ammovit ausprobieren.

Aber dazu dann mehr, wenn es ans Feintuning geht!

Wird denn nicht gespült?

Vorteil der Trenntoilette ist, dass kein Spülwasser die Tankkapazität unnötig belastet. Dennoch ist eine nötige Hygiene geboten. Daher kommt häufig eine Sprühflasche beispielsweise mit einer verdünnten Essig/Zitronensäure-Lösung zum Einsatz.

Fertige Trockentrenntoiletten auf dem Markt

Entscheidung TTT gefallen – also auf unserem Messebesuch gecheckt und festgestellt, dass Camper für den Massenmarkt momentan scheinbar noch nicht die große Rolle spielen und man sich schon sehr bemühen muss, so etwas zu finden. Nach intensiver Recherche auc im Netz und Gesprächen mit Herstellern und Händlern sah unser Marktüberblick folgendermaßen aus:

  • Separett: Optisch sprach uns diese Toilette am meisten an. Gut gefallen hat uns, dass es für Flüssiges einen Ablauf nach Außen gibt. Knackpunkt: die Toilette, die eigentlich für schwedische Ferienhäuser entwickelt wurde, ist für unser WoMo schlichtweg zu groß, genauer gesagt, zu breit und zu tief (http://www.tcstattwc.de/ oder http://www.oecobuy.de/). Preis: ~800 Euro
  • Natures Head: Eine solide, bei Campern sehr beliebte Toilette mit hoher Qualität. Leider sind wir mit dem Design des amerikanischen Anbieters nicht zurechtgekommen. Das lag an dem grauen Sprenkelmuster, der Kurbel zum Durchmischen und der stets sichtbaren Flasche für die flüssigen Ausscheidungsprodukte (Amazon, https://www.tomtur.de/shop/ oder Vascos Campervanservice). Preis: ~1.000 Euro
  • Kildwick: Der englische Anbieter hat Toiletten im Sortiment, die uns optisch ebenfalls gut gefallen haben. Ursprünglich konzipiert für Narrowboats (englische Kanalboote, sehr lang und schmal). Die Toilette ist sowohl für den Einsatz mit dem Kanister geeignet als auch für einen Außentank. Genau unser Ding – leider sehr lange Lieferzeiten (Deutscher Vertrieb über E-Bay). Preis: ~ £ 500

Damit waren die Anbieter „fertiger“ Toilettenlösungen erschöpft. Was war unsere Alternative?
Ran ans Werk und selbst etwas konstruiert. Dieses Mini-Projekt erinnerte uns voll an den WoMo-Bau: Wir haben uns sehr lange, sehr sorgsam und äußerst akribisch mit der Thematik auseinandergesetzt, anschließend eine Woche alle Teile bestellt und dann losgelegt.

Unser Selbstbau

Folgende Anforderungen mussten erfüllt werden:

  • Rückbau der Dometic Toilette (mit Rollback-Plan, falls uns die TTT nicht gefällt)
  • Nutzung der vorhandenen Service-Klappe zur Entnahme des Eimers von außen (war uns wichtig)
  • Platzsparende und leichte Konstruktion
  • Aktive Entlüftung, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen
  • Nutzung des Außenkanisters (20 Liter) für Flüssiges, in Frostzeiten sollte die Verwendung eines 5L Kanistern im Toilettenkasten möglich sein

Die grobe Idee war ein geschlossener Rahmenbau aus Holz. Eingelassen ein Trocken-Trenn-Einsatz. Im Inneren dann ein Eimer, die Schläuche sowie ein leistungsfähiger Ventilator, der Feuchtigkeit nach Außen transportiert.

Einkaufsliste

Und die sah folgendermaßen aus:

Trocken-Trenn-Einsatz

  • Trocken-Trenn-Einsatz von Kildwick (ext. EBay Link)
  • 12×12 cm großer flüsterleiser Ventilator aus dem PC Bereich (ext. Amazon Link)
  • Lammellenlüftungsgitter für den Außenbereich aus lackiertem Edelstahl (ext. E-Bay Link)
  • KG Rohr als Verkleidung des Bohrlochs in der Serviceklappe für die Lüfterverbindung nach außen (dient als Aufnahme für Aktivkohlfilter)
  • Kunststoffeimer 27x25x30 cm (passt durch die Dometic Serviceklappe) (ext. E-Bay Link)
    mittlerweile entdeckt, dass der IKEA Variera Mülleimer ebenfalls durch die Serviceklappe passt (ext. IKEA Link)
  • Kippschalter mit Kontrollleuchte (ext. Amazon Link)
  • DN 50 Aufnahme des Ablaufs durch ein KG-Rohr Endstück mit Schlauchnippel grau  (ext. E-Bay Link)
  • Abwasserschlauch DN 20mm
  • Winkel Schlauchtülle 90° mit Innengewinde, Überwurfmutter x Tülle Größe 3/4″ IG x 19mm (3/4″) zur Verbindung Abwasserschlauch mit der Zuleitung zum externen Tank (ext. Amazon Link)
  • 25 x 40 mm Furnierschichtholz, 4 mm Spanplatte für die Wände, 10 mm für den Deckel, Siebdruckplatte für den Winkel zur Aufnahme des Ablaufs, Winkel, Acryllack, Scharniere für den Deckel
  • Toilettendeckel mit geringer Tiefe (Link Hornbach)

Zuleitung externer Tank

  • Alu-Verbund-Rohr 16 mm
  • Leitungskonstruktion
    • Schraubverbinder 16mm/16mm 90°Bogen (ext. Amazon Link)
    • Schraubverbinder 16¾“
    • Schlauchtülle Innengewinde Überwurfmutter x Tülle Größe 3/4″ IG x 32mm (1 1/4″) (ext. Amazon Link)
  • Externer Tank Hühnersdorff 20 Liter Kunststofftank mit separatem Ausgießer (ext. Amazon Link).
  • Halterung, Schlauch und Schnellkupplung sowie Schlauchtüllen (mit Gewinde, Material Kunststoff)  für Kanisterzuführung und Entlüftung/Überlauf.

Sonstiges

  • 20mm HSS Bohrer mit reduzierter Aufnahme
  • 13mm Gartenschlauch, Schnellkupplung zum Kanister

Selbstbaukosten

Unser Selbstbau hat in etwa 225 Euro an Material gekostet. Die Hälfte der Kosten sind dem Kildwick Trenneinsatz sowie dem hochwertigen Toilettendeckel zuzuschreiben.

Bauphase

Rückbau der vorhandenen Toilette inkl. SOG-Anlage

Das ging relativ fix. Ein paar Schrauben lösen, die Wasser- und Stromverbindung kappen und raus damit.

Vorarbeiten

Damit uns die fertige TTT bei den kniffligen Installationen nicht im Weg ist, haben wir zunächst die Durchführung der Abwasserleitung mit den notwendigen Anschlüssen realisiert. Ebenso haben wir uns um den Lüfter mit Schalter und Anschluss gekümmert. Der Ventilator ist ein flüsterleiser PC Lüfter, der allerdings mit 12 cm deutlich größer ist, als die sonstigen PC-Lüfter. Die Dometic Serviceklappe konnte zum Installieren leicht mit zwei Splinten gelöst werden. Ausgebaut war das Sägen mit einer Rundsäge für den Luftkanal kein Problem. Als Innenverkleidung des ausgesägten Lochs passte ein Stück KG-Rohr. Dieses dient gleich als Aufnahme für handelsübliche Aktivkohle-Watte (wie bei der Dunstabzughaube). Von außen wird alles durch eine Lüftungsblende geschützt.

Ein kleiner Kippschalter an der seitlichen Wand der TTT soll das Einschalten im Bedarfsfall ermöglichen, also um Feuchtigkeit nach außen zu transportieren.

„Abtransport“ der Flüssigkeiten: Viele TTT im Campingbereich nutzen einen kleinen Kanister (7 bis 8 Liter), der eher als Flasche zu bezeichnen ist. Ein Mensch produziert etwa 1,5 bis 2 Liter Urin am Tag. Somit wäre bei uns vieren bereits nach einem Tag die Buddel voll. Das war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Daher haben wir uns für einen stabilen 20l Kanister der Firma Hünersdorff entschieden. Dieser hat die notwendige Materialstärke und darüber hinaus ist, wie in unserem Fall erforderlich, Zubehör (zusätzlicher Ausgießer oder Ersatzschraubdeckel zur Modifikation) separat erhältlich.

Da der Außenkanister unterhalb des Koffers an der linken Fahrzeugseite befestigt ist, sich das Bad allerdings auf der rechten Seite befindet, musste eine Pipi-Pipeline her. Schläuche wären für diesen Zweck unpraktisch, da sie ggf. durchhängen und Senken bilden. Daher haben wir zwei 20 mm Löcher durch den Hilfsrahmen gebohrt und Kanister und zukünftige Toilette mit Alu-Verbundrohr verbunden. Über entsprechende Schraubfittinge konnten wir Verbinderstücke aus dem Baumarkt verwendet. Auf der Länge von 1,40 m haben wir etwas über 10 cm Gefälle, von der Toilette bis zum Kanister sind es um die 30 cm Gefälle, wobei uns zusätzlich noch das physikalische Gesetz „verbundener Gefäße“ zugute kommt.

Eine Herausforderung stellte noch die Schlauchverbindung in den Kanister dar. Auch die sollte nicht mal eben husch husch, sondern solide und professionell gestaltet sein. Aber auch das hat schlussendlich geklappt.

Die eigentliche Klo-Konstruktion

Für den Ständerbau haben wir unser altbewährtes Leimprofilholz genommen. Das ist leicht, verzieht sich nicht und war schon beim Bau der Sitzgruppe Material der Wahl. Die Maße unserer Toilette sind LBH 520 x 450 x 543 mm, somit ist ein nicht zu beengtes Sitzen möglich und es ist dennoch relativ klein gehalten. Für diejenigen, die es noch etwas kleiner mögen, könnte man in der Breite noch 5-7 cm einsparen.

Verbindung Trenneinsatz und „Pipi-Pipeline“

Zunächst schwebte uns eine feste Verbindung des Ablaufs über eine Reduktion von 3 cm auf 2 cm Abwasserschlauch hin zur 3/4″ Aufnahme des Rohrsystems vor. Als problematisch stellte sich heraus, dass der Abwasserschlauch so lang sein muss, dass der Deckel der gesamten Konstruktion noch zu öffnen ist (weil wir ja im Winter zu einem innenliegenden Kanister wechseln wollen). Unweigerlich entstehen Senken – was das bedeutet, muss man nicht weiter ausführen. Zudem waren wir uns nicht sicher, wie lange diese ganze Konstruktion hält.

Und dann kam uns eine gute Idee. Aus zwei Brettern, zwei Winkeln und einem DN 50 Entstück mit integrierter Schlauchtülle (bzw. zunächst etwas vergleichbaren selbst gebauten)  haben wir ein Art kleines Podest gebaut. Und siehe da, es funktioniert perfekt. Durch die Nutzung eines Verstellwinkels kann auch im Nachhinein noch die Höhe des Podests perfekt justiert werden.

Verkleidung

Die Seitenwände und den Deckel aus Pappelsperrholz haben wir uns im Baumarkt exakt zuschneiden lassen. Für die Wände reichen 4 mm, für den Deckel haben wir uns für 10 mm entschieden. Mit der schwierigste Part war das Ausmessen des Trenntoiletteneinsatzes und entsprechende Einpassen des Deckelscharniers. Das bedurfte etwas Fummelei. Außerdem die Löcher für den Schalter der Lüftung sowie den Heizungsauslass gebohrt und gesägt, anschließend alles mit Acryllack lackiert.

Für die ersten zwei Wochen sind die Wände und der Einsatz noch provisorisch befestigt. Nach der Testphase wird dann abschließend verklebt.

Bemaßung

Zu den Maßen: Diese sind auf der rechten Abbildung sehen. Die Breite könnte noch auf jeder Seite um 4 cm reduziert werden, wobei dann fraglich ist, wie gut es sich noch darauf sitzen lässt. Die Tiefe von 51 cm lässt sich eigentlich kaum reduzieren, wobei diese Ausführung immerhin mindestens acht cm kürzer ist, als eine fertige Toilettenlösung (Nature’s Head ~55 cm + mind. 4 cm zum Öffnen, Separett Villa 9010 ~67 cm). Letztendlich waren die großzügigen Abmessungen der Fertiglösungen ausschlaggebend für unsere Entscheidung eines Eigenbaus.

Fixierung Eimer und Kleinkanister

Der Eimer war das Item, dass am meisten Suchaufwand bedeutet hat. Eigentlich keine schwere Aufgabe, aber mein Ziel war es, den Eimer über die Service-Klappe zu entnehmen. Letztendlich haben wir mehrere gefunden. Damit dieser in Position bleibt, ist er mit Profilen positioniert.

Im Prinzip war das schon der gesamte Bau. Inklusiver aller Arbeiten haben wir drei Tage zzgl. Trocknungszeit für den Lack benötigt. Die Planung hat wie immer deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen.

Video

Erfahrungen

Die ersten Fahren mit einer Trockentrenntoilette sind gemacht und es wird Zeit für ein kleines Zwischenresümee:

  • Außenliegender Kanister: Funktioniert 1A. 16mm² Rohrleitung hat auch auf die Länge und unserem Gefälle einen hervorragenden Durchsatz. Es könnte sein, dass sich irgendwann einmal Urinstein in den Leitungen bildet. Mit einem Arbeitseinsatz von 2 Stunden und einem Materialaufwand von 15 Euro wäre der Schaden aber begrenzt. Ein Beckenstein mit enzymatischer Wirkung soll das in Zukunft verhindern.
    20 Liter sind ja für einen „Pipi“-Kanister eine ganze Menge und so sammelt sich das Flüssige einige Tage, bis man(n) es entsorgt. Innerlich schon auf übelste Gerüche eingestellt, kam die große Überrraschung – über das „Nichts“. Es roch im Gegensatz zu einer wasserversetzten Kassettentoillete nicht. Bemerkenswert.
  • Innenliegender Kanister: Eigentlich hatten wir nicht mit so extremen Frost gerechnet, aber pünktlich zur Hamburg Messe war er da. Also schnell einen passenden Kanister gesucht und gefunden. Als Dreingabe gab es zum 1 Euro Kanister noch 5 Liter destilliertes Wasser 🙂  Wir haben den Kanister täglich geleert und können auch hier festhalten: riecht nicht.
  • Feststoffe:  Zugegebenermaßen das unschönste Thema, dessen Beschreibung selbst kurz ausfällt. Einen eindeutigen Geruch konnten wir dank des starken Ventilators nicht vernehmen. Streu und Toilettenpapier deckt unschöne Anblicke ab. Die Entsorgung mit Papptüte ist denkbar einfach und in unseren Augen absolut ökologisch. Mehr Erklärung gibt es dazu nicht.

Öko-Wahnsinn Trenntoilette?

Bemüht man die Google-Suche liest man eigentlich in jedem Artikel, dass in den Behälter für Feststoffe Plastiktüten gelegt werden. In unseren Augen eine absurde Idee, da wir auf der Welt wirklich schon genug Plastikmüll haben. Jetzt auch noch dauerhaft Plastiktüten für Hinterlassenschaften zu nutzen, kann nicht im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit der Natur sein. Daher nutzen wir Papp- bzw. Papierbeutel. Dort hinein kommt Kleintierstreu, was dafür sorgt, dass Feuchtigkeit gebunden wird.

Mittlerweile nutzen wir nur noch im Bedarfsfall sehr wenig vom Sivocat Green Kleintierstreu. Es hat sich gezeigt, dass ein Abdecken mit normalem Toilettenpapier vollkommen ausreichend ist und zudem unschöne Anblicke erspart.

Wo wir gerade dabei sind: Unserer Meinung nach gehören solche Hinterlassenschaften egal welcher Art auch nicht Mal eben flux in die Natur entsorgt (auch wenn es biologisch an einer plausiblen Argumentation fehlt). Es hat was mit Ästhetik und wahrgenommener Gastfreundschaft zu tun. Genauso unappetitlich ist es, dass einige Camper ihre flüssigen Hinterlassenschaften mitunter in „normale“ WC entsorgen und das nicht etwa zu Hause (das wäre uns total egal), sondern in Taschen und Beutel mitgenommen, auf Gäste-WC in Raststätten, Cafes und Restaurants. Gibt schon komische Menschen: Nach außen suggerieren solche Leute ein freies, ungezwungenes und selbstbestimmtes Leben, zwingen aber anderen Menschen ein mal am Tag ihre gesammelten Hinterlassenschaften auf.

Sind wir zufrieden?

Mit dem Bau und der Bauphase definitiv. Also alles easy peasy? Nein, zunächst nicht wirklich. Wir haben uns auferlegt, eine kleine und praktische Trenntoilette zu bauen – und das brachte einige  Herausforderungen mit sich.

Wichtig war für uns, dass der Abwasserschlauch auf dem Weg zur Tankleitung keine Senken hat, in dem Flüssiges stehen bleiben kann. Nach reiflicher Überlegung ist uns das mit Hilfe der Alu-Verbundrohre gelungen.

Die Entnahme des Eimers von Außen war für uns erforderlich und nach wie vor sind wir froh, dass sich das so (inkl. Lüfter) realisieren ließ.

Ein bisschen Stolz sind wir auf die Lösung der „losen Rohrmuffe“, die sowohl den Trenneinsatz mit der Pipeline verbindet als auch ein unkomplizertes Hochklappen des gesamten Deckels ermöglicht.

Und auch der mobile kleine Kanister funktioniert entsprechend.

Und nun zur abschließenden Antwort:

Nein! Es riecht nicht!

Doch Achtung. Flüssiges riecht auch bei Wärme selbst nach Tagen nicht. Feste Stoffwechselendprodukte riechen nun aber Mal. Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Sobald nach kurzer Zeit ein Trocknungsprozess eingesetzt hat, ist es vorbei mit dem Geruch. Für kurze Zeit aber, kann es riechen. Nicht im Innenbereich, dafür sorgt der Lüfter, aber außen. Abstreuen oder Durchmischen (?!?) kann dies minimieren.

Pflege der Trockentrenntoilette

Eine TTT kommt nicht ohne Pflege aus. Da unterscheidet sie sich nicht von einer herkömmlichen Toilette. Und das sind unsere Pflegetipps:

Nachspülen – Ein Vorteil der TTT ist, dass kein Wasser für die Spülung vergeudet wird. Dennoch muss der Separator gereinigt werden. Wir haben dazu eine Sprühflasche mit einem Gemisch aus Wasser und Zitronnensäure (ext. Amazon-Link).

Streu – Im Internet werden zum Abdecken von Hinterlassenschaften im Prinzip drei Streuarten empfohlen: grobe Holzspäne, Torf und Kokosfasern. Diese sollen unschöne Anblicke vermeiden, Gerüche binden und den Trocknungsprozess beschleunigen. Holzspäne findet man nach dem Einsatz eigentlich überall im Camper wieder und scheidet somit für uns aus. Torf und Kokosfasern haben wir noch nicht ausprobiert und ganz ehrlich, in Schweden oder Frankreich wüsste ich auch nicht, wo ich danach fragen sollte. Wir haben uns für Sivocat Green Kleintierstreu (Sivocat Wood Pellets) entschieden. Sie nehmen kaum Platz ein und sind hochergiebig. Wir füllen immer eine Schicht Pellets in eine kleine Kunststoffdose und bedecken sie leicht mit Wasser. Nach wenigen Minuten ist die Dose mit Holzmehl voll und kann eingesetzt werden. Der Wasseranteil ist marginal, das Streu fühlt sich trocken an. Für uns die beste Art genügend Streu mitzunehmen ohne eine lästige Schweinerei zu produzieren (ext. Amazon-Link).

Klostein von Separett

Rohrsystem: Im Internet ist von verstopften Leitungen zu lesen. Wir haben damit bisher noch keine Probleme gehabt. Und selbst die Kamerafahrt durch unser Rohrsystem hat gezeigt – alles in Ordnung. Damit das auch zukünftig so bleibt, nutzen wir enzymatisch arbeitende Toilettensteine von Separett (http://www.tcstattwc.de/produkte_zubehoer.php). Sie verhindern die Bildung von Urinstein und Ablagerungen. Ein Stein ist mit ca.3-4 € nicht günstig, hält dabei aber super lange.

Siebe: Obwohl wir uns viel Mühe geben, Plastikmüll zu vermeiden, werden wir die Siebabdeckung der Komposttoilette nicht reinigen. Wir haben einen Vorrat von 12 Sieben zu einem Stückpreis von 50 Cent angeschafft (ext. Amazon-Link), die in Abständen von 2 – 3 Monaten ausgetauscht werden. Apropos Plasktikmüll: Wir denken, der größte Fluch der TTT ist die bedenkenlose Verwendung von Plastiktüten im Eimer. Wir haben sehr gut Erfahrungen mit Papiertüten gemacht. In unser Behältnis passen beispielsweise Swirl Bio-Müll-Papierbeutel (ext. Amazon-Link). Und wer nun mit den kompostierbaren Bio-Mülleimerbeuteln kommt, sollte hier weiterlesen.

zugeschnittener Kohlfilter

Geruchsvermeidung: Damit abgeleitete Gerüche im Außenbereich minimiert werden, haben wir nach dem Lüfter Aktivkohlefilter (ext. Amazon-Link) gesetzt. Wie bei einer Dunstabzugshaube werden damit Gerüche in Teilen eliminiert.

Reinigung: Genauso wie eine Toilette zu Hause muss auch der Trenneinsatz und Eimer regelmäßig gereinigt werden. Mit Lappen, Schwamm oder feuchten Sanitärtücher (ext. Amazonlink) werden die Oberflächen abgewischt.

 

 

 

33 Gedanken zu „Selbstbau Anleitung Trockentrenntoilette

  • 26. Januar 2018 um 18:42
    Permalink

    Gut gemacht, gibt es für diese TT eine Skizze mit Maß? Ich möchte bei uns gern die Thefort Toilette so umbauen das der Trenneinsatz rein passt.

    Antworten
    • 26. Januar 2018 um 18:56
      Permalink

      Hallo Dietmar,

      was genau für Maße brauchst du?
      Eine Skizze gibt es nicht wirklich, aber ich kann
      dir gerne fehlende Maße zuschicken.

      Viele Grüße
      Wiebke

      Antworten
  • 28. Januar 2018 um 18:55
    Permalink

    Toll gemacht. Der Einsatz sieht interessant aus. Warum musste es ein möglichst flacher WC Sitz sein? Geht da nicht jeder Handelsübliche? Was mir noch aufgefallen ist, es sieht so aus als ob das WC sehr nah an der Wand ist. Ist das ok so, oder sitzt man da jetzt immer ’schief‘ drauf weil die Schulter an der Wand anliegt? Bzgl. des Füllstandes … extern oder direkt am Kanister? Direkt am Kanister würde ich mit Superkleber einfach zwei Flansche anbringen. Ganz oben und ganz unten und dann einfach dazwischen einen transparenten, dünnen Schlauch. Das sollte man gut ablesen können.
    Weiter so und beste Grüße!

    Antworten
    • 28. Januar 2018 um 19:03
      Permalink

      Moin Björn, der Sitz ist nicht besonders flach. Wir haben speziell nach einem gesucht, der nicht so groß ist. Er sollt den Trenneinsatz lediglich optimal abdecken. Im Prinzip ist das ein handelsüblicher. Toll gelöst bei ist, dass man über die Befestigung den Sitz noch in cm-genau anpassen kann. Die Breite sieht auf dem Bild tatsächlich gering aus. Das täuscht ein wenig. Man kann bequem sitzen, obwohl ich kein zierliches Kreuz habe 🙂

      Und danke für die Idee mit dem transparenten Schlauch.

      Antworten
  • 7. März 2018 um 21:31
    Permalink

    Tolle Doku. Vielen Dank, insb. für die vielen Links. Aber mal ganz naiv gefragt, warum kann man den Urin nicht in die Thetford-Kassette leiten, bzw, ein Behältnis an dieser Stelle. Ich hätte kein Problem, die Feststoffe hingegen von innen zu entsorgen. Gruß,

    Antworten
    • 13. März 2018 um 8:54
      Permalink

      Moin Walter,

      klar, kann man das Flüssige in die Kassette leiten.
      Das Flüssige darf nicht mit Spülwasser verdünnt werden,
      sonst riecht es.

      Das Feste darf keinesfalls mit dem Flüssigen in
      Verbindung kommen. Daher braucht man den Trenneinsatz.

      Ich hoffe, ich habe deine Frage richtig einordnen können.

      Viele Grüße
      Knut

      Antworten
      • 13. März 2018 um 18:36
        Permalink

        Danke Knut,
        das hilft mir. Das Nichtmischen war mir klar. Danke, Walter.

        Antworten
  • 13. März 2018 um 8:49
    Permalink

    Danke für die Beschreibung. Was mir immer wieder auffällt, ist das der Teil für die Urintrennung relativ groß ist, bsw. der andere Teil erst so weit hinten anfängt. Ich hatte da immer Angst, auf die Trennwand zu geraten. Ist das ‚knapp‘, oder sieht das nur so aus? Ich habe zwei Kinder und bin mir nicht so sicher, ob sie nicht eher in den Urinteil kackern würden.. Danke für eine Antwort!

    Antworten
    • 13. März 2018 um 8:53
      Permalink

      Hallo Marijke,

      mit der Erwachsenen Anatomie gibt es da keine Schwierigkeiten.
      Ich weiß, dass Separett einen separaten Kindereinsatz anbietet.
      Unsere sind schon groß, deshalb kann ich dir da keine weiteren Angaben
      machen.
      Man liest aber bei anderen Anwendern, dass auch Kinder das mit etwas Übung hinbekommen 🙂

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen,
      viele Grüße
      Wiebke

      Antworten
  • 6. Juni 2018 um 19:05
    Permalink

    Schöne Beschreibung! Wir haben uns für die Kildwick Kabin entschieden, aber eure Eigenbau-Lösung gefällt uns fast besser (und ist natürlich nur 1/3 so teuer…)! 🙂

    Eine Frage habe ich zur Installation des Lüfters: Passen die Schraublöcher des Lüfters genau zu denen des Lüftergitters, sodass ihr „durchgängige“ Schrauben verwenden konntet?

    Antworten
    • 6. Juni 2018 um 19:11
      Permalink

      Hallo Tobi,

      wir hätten auch fast eine fertige Kildwick genommen, passte aber dann von den Maßen nicht. Ihr habt da sicherlich nichts falsch gemacht. Und günstig ist keine der fertigen Lösungen.
      Gitter und Lüfter haben unterschiedliche Größen. Da wir sowieso eine große Wandstärke haben, war das Schrauben mit kleinen Schrauben je Seite die beste Lösung.

      Viele Grüße
      Wiebke

      Antworten
      • 6. Juni 2018 um 19:13
        Permalink

        Vielen Dank für die schnelle Antwort! 🙂

        Welche Maße genau hat denn dann euer Lüftergitter? Und welche Maße hat die Bohrung?

        Antworten
          • 6. Juni 2018 um 19:34
            Permalink

            Die genauen Maße von diesen beiden Dingen leider nicht.
            Die Ebay Link leitet auf eine generische Produktseite, wo man die genaue Variante noch auswählen muss und beim Loch schreibt ihr nur, dass zufällig ein KG-Rohr reingepasst hat. 🙂

          • 6. Juni 2018 um 19:37
            Permalink

            Achso … messe ich morgen.

  • 24. Juni 2018 um 17:41
    Permalink

    Wir haben uns inzwischen auch eine TTT ins Womo gebaut.
    Es passt wie bei euch exakt auf den Platz der Thefort und wir entnehmen den Eimer durch die alte Klappe. Das Flüssige leite ich aber in den normalen Abwassertank. Wir fahren seit 2 Monaten damit und sind begeistert… vor allem wenn wir sehen das die anderen ihre ekligen Thetfort Behälter über den Platz tragen 🙂

    Antworten
  • 31. Juli 2018 um 7:04
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    Hallo Wiebke,

    Was hällts Du davon?
    https://www.wohnwagon.at/produkt/separett-privy-501-trenneinsatz/
    Der Support ist ganz gut, aber es steht jetzt nichts über die Haltbarkeit und Antibakteriellität drin im vergleich zu der Seite aus England. Der Versand dauert halt leider sehr lange.
    Kann mann bei der aus England verschiedene Adapter drauf machen so wie auf der ebay Seite?

    Mit den besten grüßen Marco

    Antworten
    • 31. Juli 2018 um 15:40
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      Hallo Marco,

      ich kann dir leider zu dem Separett Einsatz zu antibakteriell und Haltbarkeit nichts sagen. Separett ist in Sachen Trenn-Toilette in Schweden sehr stark vertreten.
      Kildwick hat eine lange Lieferzeit, das stimmt. Aber für uns kam u.a. aus ästhetischen Gründen (weiß ) nichts anderes in Frage.

      Was genau meinst du mit verschiedene Adapter?

      VG Wiebke

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      • 5. August 2018 um 7:49
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        Also wir haben auch den weißen Kildwick Einsatz, eine Toilette muss bei mir weiss sein 🙂
        In das KG Rohr was ich unten drauf gesteckt habe, hab ich einen Geruchsverschluss aus den Trocken Urinalen eingebaut.
        Allerdings roch es dann doch etwas bei uns aus dem Eimer, daher musste ein kleiner Lüfter mit Aktivkohlefilter her… den hab ich in der alten Klappe drin, funktioniert super für uns, allerdings nicht für die Nachbarn auf engen Stellplätzen. Eigentlich muss man übers Dach entlüften. Mal schauen was mir da in der nächsten Winterpause noch einfällt.

        Antworten
        • 5. August 2018 um 9:29
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          Hi Thorsten,

          Danke auch dir für dein Feedback, mit dem Geruchsverschluss ist ein guter Tipp . Den hätte ich beinah vergessen würde ich mit ein beziehen . Hoffe das reicht aus mit dem Aktivkohlefilter habe ich auch so vor . Vielleicht einen dickeren Aktivkohlefilter verwenden oder irgendein Duftöl drauf tropfen damit es weniger oder besser riecht .

          Hab jetzt auch die KickTipp Toilette bestellt In Weiß .

          Danke dir Gruß Marco

          Antworten
          • 5. August 2018 um 20:36
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            Passt beim Kohlefilter auf, dass er nicht zu dick wird. Ansonsten schafft der Lüfters nicht.

          • 6. August 2018 um 4:08
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            Welchen Filter habt ihr denn genommen?

          • 6. August 2018 um 6:50
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            Den normalen für Dunstabzugshauben aus den Baumarkt. Zugeschnitten und eingesetzt.

          • 6. August 2018 um 8:51
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            Danke! 🙂

  • 1. August 2018 um 6:55
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    Tolle Arbeit! Ihr habt uns nun auch zum Umbau inspiriert! Mal sehen wie es wird…Könntet ihr mir noch einen Tipp geben, wie ihr die Seitenwände der Grundkonstruktion befestigt habt? Man sieht ja keine Schrauben…das ist schon schick! 🙂

    Liebe Grüße aus Hamburg

    Antworten
    • 1. August 2018 um 7:00
      Permalink

      Danke! Wir haben wie immer großen Wert auf Funktionalität und Ästhetik gelegt.
      Trotzdem sind die Seitenwände geschraubt, für den Fall dass wir noch mal irgendwo ‚ran müssen. Ich habe aber diese Abdeckkappen auf die Schraubenköpfe geklippt. Dann sieht man es fast nicht mehr.
      Viele Grüße
      Wiebke

      Antworten
      • 1. August 2018 um 7:37
        Permalink

        Danke für die schnelle Antwort! Das machen wir auch so! 😉

        Antworten
  • 1. November 2018 um 8:41
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    Toll gelöst und super beschrieben! Hattet ihr schon mal Probleme mit Mücken/kleinen Fliegen?
    lg Barbara

    Antworten
    • 1. November 2018 um 8:48
      Permalink

      Wir kennen diese Gedanken (hatten wir nämlich auch). Aus unserer Erfahrung heraus können wir aber sagen, dass die unbegründet sind. Weder Mücken, kleine oder große Fliegen haben wir bisher sichten können. Viele Grüße Knut

      Antworten
  • 16. November 2018 um 10:18
    Permalink

    Sehr schöne Anleitung! Vielen Dank dafür. Der Einsatz von der Privy501 von Separett liegt hier schon ne Weile rum, sodaß dann heute endlich mal die Kreissäge angeschmissen wird. Auf die Aufnahme, welche die Klappfunktion des Deckels ermöglicht seit Ihr zurecht stolz, damit werde ich mir wohl (zunächst) die Serviceklappe in der Außenhaut sparen.

    Antworten
    • 16. November 2018 um 10:23
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      Danke für deine lobenden Wort. Die Serviceklappe mit man mit so einer guten Zugänglichkeit zum System wirklich einsparen. Bei uns war sie halt noch vor der Kassettentoilette vorhanden. Viel Spaß beim Einbau und schick doch vielleicht ein Bild, wenn sie fertig ist.

      Antworten
  • 21. November 2018 um 14:53
    Permalink

    Hallo Wiebke und Knut!
    Was für ein schönes Wohnmobil ihr da gebaut habt!
    Ja und ein toller Bericht über den TTT-Umbau. Ich habe in meinem im Vergleich winzigen Renault – Master – Kastenwagen – Selbstbaumobil auch ein Selbstbau-Trennklo (Separett Privy Trenneinsatz in Holzkiste) eingebaut. Ich habe mit diversen Einstreumöglichkeiten experimentiert und eine permanente Entlüftung durch den Fahrzeugboden eingebaut, der Kanister für das Flüssige ist außen unterm Boden befestigt. Es funktioniert perfekt, geruchsfrei und ich bin froh, dass das Chemieklo weg ist. Ich überlege schon längere Zeit, Papiertüten zu verwenden und Euer Bericht hat mich überzeugt, ich werde das jetzt machen. Ich verwende kein Einstreu, sondern gelesene Zeitungen, die gibt’s überall und es funktioniert super – zerreißen und darüber streuen oder eine Doppelseite nach Klogang darüber – ist auch ein toller Sichtschutz für den Nächsten.
    ich wollte noch gerne fragen, wozu die kleinen Gitter sind, die ihr auf Vorrat mitführt? Die gibt es beim Privy Einsatz nicht und ich kann mir nichts vorstellen, wozu man die unbedingt braucht (grade wenn man gerne Kunststoffabfälle vermeiden möchte). Zu dem Enzymstein wo ihr schreibt er sei recht teuer: Meine Erfahrung ist, wenn mit Essig- oder Zitronensäurewasser hin und wieder gesprüht oder kurz mal nachgespült wird, entstehen keine Ablagerungen im Rohr / Schlauch. Was spricht gegen eine Entsorgung der Flüssigkeiten in einer öffentlichen Toilette? Ich mache das zwar auch nicht aber ich meine, wenn jemand das macht ohne die Toilette zu versauen und sie ordentlich hinterlässt, spricht doch nichts dagegen, oder? naja, vielleicht ändere ich meine Meinung dazu nach eurer Antwort, mal sehen 🙂
    Liebe Grüße, Robert

    Antworten
    • 23. November 2018 um 10:09
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      Hallo Robert,

      danke für deinen Kommentar.

      a) ich wollte noch gerne fragen, wozu die kleinen Gitter sind, die ihr auf Vorrat mitführt?
      Flüssiges wird bei uns über die Pipi-Pipeline zum Kanister geführt. Das Sieb verhindert, dass egal was an Nicht-flüssigem, in die dünne Pipeline kommt. Selbst ein wenig Streu, dass versehentlich da reinfällt, wie nicht gerade optimal für unsere Konstellation.

      b) Zu dem Enzymstein wo ihr schreibt er sei recht teuer: Meine Erfahrung ist, wenn mit Essig- oder Zitronensäurewasser hin und wieder gesprüht oder kurz mal nachgespült wird, entstehen keine Ablagerungen im Rohr / Schlauch.
      Die Erfahrung haben wir auch gemacht. Allerdings bildet sich immer, egal wo, Harnstein. Dem wollen wir prophylaktisch entgegentreten.

      c) Was spricht gegen eine Entsorgung der Flüssigkeiten in einer öffentlichen Toilette?
      Die Außenwirkung, die ein Camper in der Allgemeinheit zu Recht hinterlässt.

      Viele Grüße
      Knut

      Antworten

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