Verhalten bei Unwettern im Wohnmobil oder Wohnwagen.

Dieser Sommer ist ein sehr markanter Sommer in Deutschland. Sonnenschein wechselt sich mit starken Unwettern ab. Über die Ursachen warnen Wetter- und Klimaforscher seit Jahrzehnten. In diesem Artikel geht es um das richtige Verhalten bei einem aufziehenden Unwetter.

Die allgemeinen Hinweise zum Verhalten im Freien bei Gewitterlagen stammen aus dem Reisetagebuch „das ultimative Campers Log“: Bei einem Gewitter entstehen durch Reibungen positive und negative Ladungen, die sich ausgleichen wollen. Beim Ausgleich zwischen Wolken bzw. in Richtung Erde entsteht ein Blitz, der die Luft explosionsartig erhitzt, wodurch es zum Donner kommt.

  • Entfernung ermitteln (Sekunden zwischen Blitz und Donner / 3 = Abstand in Kilometern).
  • Einschätzen, ob das Gewitter näher kommt oder weiterzieht.
  • Sofern Zeit bleibt, einen Schutz (z. B. in einem Auto) aufsuchen.
  • Möglichst keinen hohen Punkt in der Landschaft abgeben, daher in die Hocke gehen.
  • Von Bäumen mindestens 10 Meter, von anderen Personen 3 Meter Abstand halten.
  • Offenes Wasser und vor allem Schwimmen meiden.

Sicherheit bei Gewitter im Camper

Der Faradaysche Käfig ist häufig noch aus der Schule bekannt und wird als allseitig geschlossene Hülle aus einem elektrisch leitenden Material definiert. Das kann ein Drahtgeflecht oder Blech sein, das bewirkt, dass der innere Bereich feldfrei bleibt und somit Schutz vor elektrischer Spannung bietet.

Dieses Prinzip lässt sich in Bezug auf spannungsgeladenene Lichtbögen (Blitze) bei Gewitter auf Fahrzeuge mehr oder weniger effizient übertragen:

  • Vollintegrierte Wohnmobile und Wohnwagen: Bieten wissenschaftlich betrachtet durch die vorwiegend genutzte GFK-Bauweise kaum einen Faradaykäfig. Die „Maschengröße“ ist schlichtweg zu grobmaschig. Anders kann es aussehen, wenn vollflächig Metall in den Sandwichaufbau integriert wurde. Eine pauschale Aussage ist somit nicht möglich. Dennoch sei erwähnt, dass es keinen öffentlich dokumentierten Fall eines nach innen geleiteten Blitzschlags mit Personenschaden gibt.
  • Teilintegrierte Wohnmobile: Sie zeichnen sich durch die Nutzung der original Fahrerkabine aus. Dort wirkt das Prinzip des Faradaykäfigs, daher sollte die Fahrerkabine aufgesucht werden.
  • Kastenwagen: Bieten den optimalen Schutz im Sinne des Faradayschen Käfigs.
  • Markisen: Bieten überhaupt keinen Schutz und sollten eingefahren werden.

Verhalten, sobald ein Unwetter aufzieht:

  • Möglichst alle losen Gegenstände in Sicherheit bringen (vor allem Pavillons, Stühle und Tische).
  • Ggf. die Satelliten-Schüssel abbauen oder einfahren (ein Empfang ist bei einem Unwetter meist sowieso nicht möglich).
  • Umgebung checken und ggf. umparken. Wichtig, wenn das Gefährt unter großen Bäumen steht, das diese als markante Punkte eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für Blitzeinschlag und Aststurz darstellten.
  • Auf freien Flächen bei Sturmgefahr das Fahrzeug längs zur Windrichtung stellen, um einen möglichst geringen Angriffspunkt darzustellen.
  • Bei Stellflächen an Flüssen, Seen oder am Meer genau einschätzen, beim Platzwart um Einschätzung bitten und ggf. umparken.
  • Markise einfahren.
  • Dachluken und Fenster schließen.
  • Stromversorgung lösen um ein Durchleiten von Spannungsspitzen des Stromnetzes zu verhindern.
  • Beim Nachbarn vorbeischauen und ggf. helfen.
  • Im Camper oder Kfz Schutz suchen.

Die Markise ist ein Wetterschutz, kein Unwetterschutz

  • Markisen sind generell eher ein Sonnenschutz und ein Schutz bei geringen Niederschlagsmengen. Sie sind definitiv kein Schutz gegen Starkregen, Schnee oder Wind!
  • Daher bei unklaren Wetterlagen beim Verlassen des Campers die Markise am besten einfahren. Viele Camper holen die Markise prinzipiell in der Nacht ein.
  • Damit bei einem kleinen Schauer das Wasser gut abfließen kann, sollte die Markise an einer Seite leicht abschüssig sein. So werden „Wassersäcke“ verhindert (Abbildung 1).
  • Der Markt bietet sogenannte Sturmbänder, die oberhalb der Markise gespannt sind. Von diesen ist dringend abzuraten. Begründung: Hebt der die Wind die Markise auch nur geringfügig an wobei der Wind zeitgleich die Markisenbeine seitlich bewegt, gibt es für die Markise kein Halten mehr. Sie wird ohne Markisenfüße in Richtung Boden „krachen“ (Abbildung 3).
  • Eine optimale und herstellerempfohlene Sicherung gegen das Hochschlagen der Markise ist die Sicherung der Markisenfüße auf dem Boden. Dabei ist zu beachten, dass eine Markise dadurch nicht Regen- und Sturmfest wird. Die Stoffe, Gelenke und Arme sind dafür nicht ausgelegt (Abbildung 2).
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