C’était un rêve de voyage – Südfrankreich Frühjahr 2022

Nach der langen Corona-Zeit war die Reise ins wunderschöne Südfrankreich Mal wieder ein unvergessliches Erlebnis. Wir hoffen, wir können ein paar schöne Momente mit dieser Zusammenfassung mit euch teilen.

2. April – auf dem Weg zum Meer

Watt‘ n Ritt!
Von „Wir können los!“ über „Warte, wo ist mein Handy?“, „Ich muss noch eben!“, „Uups, ich habe noch was vergessen!“ bis hin zu „Hast du mein Portemonnaie?“ war vor der Abfahrt alles drin.

Getreu dem Motto ‚Hit the road, Jack!‘ rollte das Einraumwohnungs-Gespann dann am Donnerstag um 16.27 Uhr vom Hof. Nächster Halt – ähm, Moment mal, wohin eigentlich ganz genau?

Tanken in Luxemburg, Abstecher nach Saint Cyr sur Menthon, dann Meer.
Also Zähne zusammenbeißen, nicht über Los und glühen lassen – die Werksbesichtigung von Lamberet in Saint Cyr wartet am Freitag um 12 Uhr auf uns (dazu gibt’s nochmal einen Extra-Beitrag).

Inzwischen ist es Samstag – wir sind am Meer. Der erste Kaffee des Tages ist getrunken.
Alles lief super, wir waren rechtzeitig in St. Cyr. Aber dann – habe ich gestern unterwegs dummerweise erstens meine innere Stimme ignoriert („Fahr nicht durch Lyon, mach‘ einen Bogen“) und beschlossen, die normale Strecke über die A6 durch Lyon zu nehmen und zweitens dann auch noch frech die Stimme unserer LKW-Navi-Frau beiseite geschoben („Fahr nicht durch Lyon, fahr außen ‚rum“).

Ja, hättet ihr Stimmen mir gesagt warum, hätte ich mich überzeugen lassen! Aber: hätte, hätte, Motorradkette …Es war dann irgendwann zu spät und da stand sie, die Einraumwohnungs-Crew samt Motorradanhänger mit einer stattlichen Gesamtlänge von 12 m mitten IN Lyon. Aus der Nummer musste erstmal ‚rauskomnen …

Wir fühlten uns stark an Marseille erinnert, damals waren wir in einer ähnlichen Situation. An jeder Ecke ein Schild mit dem Hinweis: nein, liebe Einraumwohnung, ihr dürft hier nicht lang fahren (man kennt die Schilder auch unter Durchfahrtsverbot >3,5t).Auch in Lyon gibt es in der Innenstadt genau diese Schilder.

Ihr merkt, wir haben uns da irgendwie durchgewurschtel, waren am Ende verschwitzt wie zwei Marathonläufer – aber wieder auf der Bahn und ein Stückchen näher an unserem Ziel.
Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 90km/h sind wir einmal durch Deutschland, Luxemburg und Frankreich gerollt, 1337 km – in für uns nur unfassbaren 1,5 Tagen.
Und sind jetzt am Meer.

Und getreu dem Motto „Irgendwas ist immer“ sind wir einerseits froh, dass es nicht mehr schneit und das Thermometer gnädig von 3 auf 6°C gestiegen ist, andererseits genervt, da es stürmt, das Thermometer und der Wind sich in den nächsten Tagen nicht ändern und wir uns das ehrlich gesagt ein bisschen anders vorgestellt haben.

Aber nu‘, was willste machen? Ihr kennt uns: wir machen das Beste draus, auch wenn das gerade noch nicht richtig bei uns angekommen ist.

6. April – In der Camargue

Il fait très froid sur la moto – ja, es ist extrem kalt auf dem Mopped!
Nachdem der Mistral sich beruhigt hat und wir unseren anfänglichen Urlaubskoller überwunden haben, scheint auch die Sonne wieder. Zugegeben: die erste Moppedtour war schon sehr frisch – aber glücklicherweise gibt es in jedem noch so kleinen Dorf ein Restaurant oder Café, in dem den ganzen Tag die riesige Kaffeemaschine läuft und sich gefühlt der ganze Ort auf einen Plausch trifft. Einen Grund um hier und da einzukehren findet sich also für uns immer – zumal wir es lieben, mit meinem rudimentären Schulfranzösisch und Händen und Füßen ins Gespräch zu kommen.

So werden wir vehement darauf aufmerksam gemacht, am Nachmittag unbedingt zum ersten Stierkampf der Saison wieder zu kommen. Kurz überlegen – und auf ein anderes Mal verschieben: es ist uns einfach zu kalt.

Also geht unsere Sightseeing-Tour durch die Camargue, vorbei an ein paar Stieren, ziemlich vielen Pferden und Unmengen Flamingos weiter – allerdings relativ schnell wieder gen Wohnimmobil – eben weil wegen kalt und so …

Gegen Spätnachmittag genießen wir also den ersten Pastis bei uns auf dem Sofa, bevor Knut den Kochlöffel und noch viele andere mir unbekannte Kochutensilien schwingt und ein köstliches französisches Maishähnchen zubereitet (von dem es tatsächlich kein Foto gibt). Natürlich mit dem obligatorischen Baguette – pfff … wer braucht bitteschön Kartoffeln?
Und so geht irgendwann die Sonne vor unserem Fenster in Saintes Maries de la Mer unter und uns fallen schnell die Augen von so viel Landschaft und frischer kalter Luft zu – mit der Gewissheit, dass morgen ein neuer Tag mit Sonnenschein und einem frischen Kaffee auf uns wartet.

7. April – Aigues-Mortes

Das Meer rauscht, die Wellen rollen schäumend an den Korallenstrand. Die ersten Sonnenstrahlen suchen sich ihren Weg durch die fluffigen Wolkenstreifen und färben den Himmel von dunkelblau nach rosarot in allen Schattierungen – was für ein Morgen!,

Allerdings schaue ich mir das Spektakel aus meinen Bett an – das Thermometer sinkt nachts nicht mehr unter 10°C, aber ich bin trotzdem noch etwas faul und mag mich nicht aus der warmen Koje schälen.

Wir haben Staintes-Maries-de-la-Mer verlassen und sind gen Westen gerollt – erneut in die Stadt mit dem für uns fast unaussprechlichen und immer wieder nachgelesenen Namen: Aigues-Mortes. Vor drei Jahren hat uns diese Stadt schon fasziniert, obwohl der Namensursprung Ayga Mortas – totes Wasser – erstmal nichts Gutes verheisst.

Ein bisschen Geschichte: Im 13. Jahrhundert begann Ludwig IX. diese heute noch vollständig erhaltene, in einer Bastide angelegte Stadt zu erbauen. Bis dato besaß er nämlich kein Land in Südfrankreich – und das wollte er ändern. Also flux einen Flecken in der Camargue erworben und mit der Arbeitskraft und den Steuern der Untertanen eine Bastide aus dem Boden gestampft. Naja, eher in den Boden: Das Schwemmland der Camargue lässt kein einfaches Fundament zu. Das der Stadtmauer ruht auf Holzplatten und Eichenpfählen, die bis auf festen Grund in den Boden gerammt wurden. Spätere Regenten rüsteten unter anderem einen umlaufenden Wehrgang, ein Festungsviereck und 10, regelmäßig in der Stadtmauer verteilte Stadttore nach. Für oder gegen wen – das haben wir leider nicht herausbekommen …
Ein imposantes Bauwerk: eine Stadt angelegt im rechten Winkel, umgeben von 1634 m Stadtmauer, erbaut auf Holzpfählen, uralt.Strahlender Sonnenschein.Begeisterung.
Uns zieht es aber nochmal ‚raus aus dem alten Stadtkern dahin, wo sich das normale Leben fernab des Tourismus abspielt und so stehen wir plötzlich mittendrin im großen Petanque-Turnier. Es klickert, es klackt, die Boules rollen über den feinen Schotter oder fliegen in einem beachtlichen Bogen durch die Luft. Ein geordnetes Durcheinander der ausschließlich 50+ Teilnehmer wird von Lautsprecher-Ansagen des Spielleiters kaum unterbrochen. Wir setzen uns einfach zu den scheinbar bereits ausgeschiedenen Spielern mit auf die Bank und beobachten ge- und entspannt das bunte Treiben.

Zurück an der Einraumwohnung, die am Fuße der Bastide geparkt ist, gibt es dann noch einen fabelhaften Ausblick mit den letzten Sonnenstrahlen und einem köstlichen Glas Vin de Sable in der Hand.

Am nächsten Morgen zieht der Treck weiter. Das Ziel vor Augen rollen wir noch einmal durch die Schwemmlandschaft der Camargue. Denn von den Flamingos können wir nicht genug bekommen.

Achso, ja – das Ziel. Nach unseren Erfahrungen ist es doch nicht ganz einfach, mit unserem Laster in oder durch größere französische Städte zu gondeln – genau oder auch deshalb haben wir ja unsere Moppeds dabei. Denn das Ziel heißt Marseille – Le Grand Bleu.Und so sind wir inzwischen ein Stück weiter entlang der Küste gen Osten getingelt und haben so einen guten Ausgangspunkt, um mit unseren kleinen Gefährten Marseille einen ausgiebigen Besuch abzustatten.

Heute steht jedoch erstmal ein kleiner Strandtag an, bevor wir hier in der etwas bergigen Landschaft nochmal eine kleine Runde drehen.


Jetzt geh‘ ich erstmal los, und kaufe Baguette und Croissants – wir sind ja nicht zum Spaß hier …
À bientôt,

9. April – Marseille Europa

Unser letzter Besuch liegt drei Jahre zurück – wir waren begeistert von dieser wunderbaren Stadt. Ein Grund heute wieder herzukommen.

Gute 40 Minuten auf dem Motorrad durch das Massif des Calanques mit seinen bergigen und vor allem kurvigen Landschaften, die wunderbar nach Pinien duften, mit grandiosen Ausblicken weit auf’s Meer.

Angekommen! Die Moppeds parken wir in der Nähe der Kreuzfahrtterminals und stürzen uns in das quirlige Leben. Wir verirren uns im Penier-Viertel. Die engen Gassen im ältesten Teil der Stadt sind bunt, ein kleines Restaurant neben einer winzigen Galerie, überdimensionale Graffitis, wild zusammengewürfelte Topfpflanzen zieren die Wege. Dieser Ort entwickelt sich: ursprünglich ein Arbeiterviertel – jetzt findet sich hier eher die junge, kulturell interessierte Gesellschaft wieder.Uns zieht es weiter, hinunter zum Vieux Port, dem alten Hafen mit seinen dicht an dicht liegenden Booten, die weiß im blauen Wasser glänzen. Vorbei an den nur noch spärlichen Fischständen tingeln wir in den östlicheren Teil der Stadt. Ein kleiner Markt mit den typischen Marseiller Seegrastaschen, unzählbaren Sorten Marseiller Seife, Töpferwaren aus Tunesien … wir können uns nicht sattsehen und stolpern schlussendlich in unser

Lieblingsgeschäft Maison Emperor: Haushaltswaren so weit das Auge reicht.Wenn man je etwas gesucht hat – hier findet man es. Und so schlendern wir, mit einer kleine Tüte voller Dinge, die man nicht braucht, inklusive einem Café-Stopp in unserer Stammbar am Place de la Capucines langsam wieder zu unseren zweirädrigen Gefährten und damit zurück auf den kleinen beschaulichen Stellplatz am Meer.

Nach den durch und durch positiven Erinnerungen unseres ersten Besuchs muss ich meinen Eindruck ein bisschen verändern: Marseille ist eine der schönsten und spannendsten Städte, die ich kenne – aber wohl aufgrund ihrer Lage und Größe auch eine der bedrückensten was Armut und Leid angeht. Das darf ich bei unserem nächsten Besuch nicht vergessen … Es geht uns so gut.

14. april – Richtig viel Kultur in Avignon

Sur le Pont d’Avignon,On y danse, on y danse,Sur le pont d’AvignonOn y danse tous en rond.Les beaux messieurs font comme çaEt puis encore comme ça …
Wir sind ab heute schlauer!Naja, nach so viel Input muss ja ein bisschen was hängen bleiben …
Ach Moment, ich erzähle mal von vorne: Nach ein paar Tagen lazyness mit Meer und Sand rollt unser Einraumwohnungstross weiter.

Ziel: AvignonDie Mopeds sind die letze Tage ausreichend bewegt worden, sodass wir ein bisschen unsere Füße strapazieren können. Was passt also besser, als sich der Kultur hinzugeben und den alten Papstsitz samt Palast anzusehen.

Oder reicht es uns doch, nur ein etwas durch den Stadtkern zu schleichen, sich von der Sonne kitzeln zu lassen und gemütlich an einem Pastis zu nippen?

Die Entschiedung fällt, als wir vor dem Palast stehen: keine Schlange! Der Tourismus schläft noch und wir nutzen die Chance auf einen entspannten Besuch im Palais du Papes. Nur eine schwerwiegende Entschiedung müssen wir an der Kasse treffen: Palast mit Garten, ohne Brücke oder Garten, Brücke und Palast oder …Ach komm, egal – wenn schon, denn schon alles.Aber was will man sich bitte ansehen, wenn da nur noch Wände, Boden und Dach vorhanden sind? Wir schnappen wir uns das Histopad und erleben eine Überraschung.

Nicht nur, dass wir uns in einem der wichtigsten und imposantesten mittelalterlichen Gebäude befinden – dank dem Tablet (Histopad) können wir uns durch Augmented Realitiy nahezu live im Mittelalter bewegen: Tablet in Armabstand hoch halten und das Bild des Tablets parallel zum Raum betrachten – sehr cool. Denn das Bild des Tablets zeigt, wie es damals war: Teppiche an den Wänden, Möbel im Raum, reich gedeckte Tische (die haben echt nichts ausgelassen – Party jeden Tag) und zusätzlich durch interaktive Punkte immer neue Informationen und virtuelle 3D-Objekte des äußerst punktvollen Lebens der Päpste und ihres Trosses – scheinbar hat sich da bis heute nichts verändert …

Wir wandern gebannt durch den riesigen Palast und sind froh, uns für das Gesamtpaket entschieden zu haben – die Gemäuer sind doch recht düster und der angrenzende Garten verschafft uns in der Besichtigungs-Halbzeit ein paar Sonnenstrahlen und auch hier für diese Jahreszeit schon eine ganze Palette an blühendem Grün und einen fantastischen Blick über Avignon.

Bestimmt zwei Stunden später verlassen wir – immer noch beeindruckt von Geschichte, Realität und Technik den Palast.

Jetzt noch den Pont d’Avignon? Puuh – ja, nee oder? Klares JA! Vom Palast ist es ein kleines Stück zu Fuß durch das schöne Avingnon hinunter zur Rhone.Ja, ich weiß: keiner mag Haarspalter – aber ich mach’s trotzdem!Jeder kennt sie, die Pont d’Avigon – aber so heißt sie gar nicht!

Errichtet der Überlieferung nach aufgrund einer Eingebung des kleinen Schäferjungen Bénézet an genau dieser Stelle. Naja, ihr könnt’s euch denken – wer glaubt schon so einem kleinen Kerl. Also wird er vom damaligen Bischof auf die Probe gestellt. Er solle einen riesigen Stein aufheben und an die Stelle werfen, wo die Brücke gebaut werden soll. Und – wer hätt’s anders erwartet – er tut’s. Voila, Avignon bekommt eine Brücke. Und der Name war dann auch klar: Pont Saint-Bénézet – die Brücke des kleinen Benedikt.Vielleicht war’s so oder auch ganz anders.
Jedenfalls hat wohl niemand – Ausnahmen bestätigen die Regel – auf der Brücke getanzt. Aber – und jetzt ein letzes Mal Partywissen – eher unter, also ’sous‘. Denn auf der kleinen Rhone-Flussinsel Île de la Barthelasse, die die Brücke überspannte, befand sich das Vergnügungviertel. Und jeder weiß, dort herrscht Wein, Weib und Gesang – und scheinbar auch Tanz.
Naja, bei so einen alten Lied kann sich schon mal ein Übertragungsfehler einschleichen.Wie wir nun mal sind, haben wir natürlich auch das schnell gerade gerückt und ein kleines Tänzen hingelegt – man tut, was man kann.

Es ist Zeit: Die müden Füße müssen sich vom vielen Laufen und Tanzen erhohlen und nach so viel Kultur ist es dann für uns auch wirklich Zeit, den nächsten Pastis-Dealer anzusteuern und den Tag ausklingen zu lassen.
Morgen mehr, à bientôt

16. April – Was für ein Theater!

Wir sind in Orange, morgen ist Markttag und den können wir uns einfach nicht entgehen lassen. Die bunten, fast schon überladenen Obst- und Gemüsestände, der Duft von gebratenen Hähnchen, die sich auf dem Grill drehen, Fetzen französischer Unterhaltungen, der Grand Crème an der Theke des nächsten Restaurants. All das zieht uns immer wieder hierher. Aber wir haben noch Zeit bis dahin und die wollen wir nutzen – mal wieder mit Geschichte und Kultur.

Und das ist hier in Frankreich ganz einfach, denn die Römer haben hier irgendwie dauernd irgendwas gebaut – verständlich, bei so einem schönen Flecken Erde. Für uns geht es heute ins Theater, aber nicht irgendeines, sondern in „das“ Theater von Orange. Die Römer wussten schon im frühen 1. Jahrhundert nach Christus wie man das Volk bei Laune hält und von der Politik ablenkt – Spiele und Vergnügungen sind mancherorts immer noch ein probates Mittel.

So hielten es auch die Römer hier in Orange und bauten dies riesige Amphitheater für bis zu 10 000 Besucher. Halb angelehnt an einen Hügel der Stadt mit seinen riesigen Ausmaßen, diente es im Laufe der Zeit nicht nur den schönen Künsten, sondern wurde als Steinbruch, Verteidigungsposten oder gar als Wohnviertel umfunktioniert, bis es Mitte des 19. Jahrhunderts wieder zu dem wurde, was es ursprünglich war: ein Riesen-Theater!

Wir merken, dass Ostern vor der Tür steht und das Wetter merklich wärmer wird: Schulklassen, Besucheruppen und auch andere Reisende zieht es hierher. Aber auch heute müssen wir nicht anstehen und sind von diesem imposanten Bauwerk mehr als beeindruckt.

Ebenso wie im Palais du Papes in Avignon gibt es an der Kasse ein Helferlein an die Hand: der Audioguide flüstert uns viele Informationen zu, während wir entspannt auf den mittleren Rängen sitzen und die Bögen, Statuen, Friese und vor allem die Größe auf uns wirken lassen.

Zwei Stunden vergehen wie im Flug, die Sonne steht längst nicht mehr im Zenit und mal wieder wird es Zeit, den ersten Pastis des Tages bei einem der etablierten Dealer, die es erfreulicherweise auch hier in Orange gibt, einzunehmen. Gegen Abend sind wir zurück an der Einraumwohnung, verspeisen den Rest Baguette vom Morgen mit etwas Käse, köstliche kleine Gateaux Soirée (an denen wir nicht vorbei gehen konnten) und freuen uns auf den nächsten Tag – Marché Hebdomadaire.

17. April – Französischer Alltag

Der Besuch des örtlichen Petanque-Wettstreits in Aigues-Mortes hat uns mehr beeindruckt, als erwartet! Jetzt, als stolze Besitzer eigener Boules feilen wir des Abends an unserer Turnierreife. Und ja, ich gewinne tatsächlich die ein oder andere Partie (also so richtig …) – zumindest gegen Knut. Irgendwas fehlt mir noch – ach ja, Knut hatte mir Paella und Picknick versprochen!

Und da unsere Tage in Frankreich sich dem Ende entgegen neigen, wird’s Zeit im „Chez Knut“. Nach einer wunderbaren Motorrad-Tour entlang der Cèze nach Barjac und quer durch die Gorges de l’Ardèche duftete es gestern Abend köstlich in der Einraumwohnung: würzige Merguez-Wurst, frische Moules,knackige Crevetten, Riz de Camargue,buntes Gemüse – pikant abgeschmeckt und knallig gelb: Paella à la Maison.Ich war glücklich – nahezu.

Aber ich habe ja den weltbesten Lieblingsmitfahrer – wie ein Elefant vergisst er nie. Nix. Niemals. Also heute den Löffel geschwungen, wieder die Hühner gesattelt und noch einmal zurück an die Cèze – an einen bezaubernden Ort: Frisch gegrilltes Steak mit allerlei Beilagen an der ABSOLUT großartigsten Location.

Das ist Liebe ❤️Jetzt könnten wir dann nach Hause fahren…

18. April – Wieder zu Hause

Au revoir et à bientôt

  • 14 wunderbare Tage sind zu Ende
  • Urlaubs-Anfang-Koller
  • eisige Temperaturen
  • leises Zähneklappern
  • salzige Meeresluft
  • hellrosa Flamingos
  • traumhafte Motorradtouren
  • warmer Mistral
  • leckerer Wein
  • hellgelber Pastis
  • knuspriges Baguette
  • geschichtsträchtige Kultur
  • Hand- und Fuß-Sprachtraining
  • hohe Berge
  • rauschende Flüsse
  • quirlige Wochenmärkte
  • kaltes Wasser
  • kurzes Anbaden
  • köstliches Essen
  • 2674 km auf 6 Rädern
  • 960 km auf 2 Rädernund
  • ganz viel Sonne.

Jetzt bleiben uns noch ein paar Kilometer bis nach Hause, dann haben uns die zuhausegebliebenen Mitfahrerkinder und der Alltag wieder – und darauf freuen wir uns.

PS: nicht vergessen: nach der Reise ist vor der Reise und wenn ihr Lust habt, schaut die Tage Mal auf unserem Blog vorbei – da findet ihr dann unsere Reisebeiträge nochmal im Ganzen mit ganz vielen tollen Bildern.

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