Unser tolles Saunaprojekt

Wir gehen gerne mal in die Sauna – am liebsten, wenn wir mit der Einraumwohnung auf Reisen sind. Den ganzen Tag in der Wellness-Oase entspannen und von Zeit zu Zeit in die 80 bis 90 Grad heiße Sauna. Ja, so kann man es aushalten.

Tja und dann kam Corona! Und schlagartig war diese Art der Entspannung gestrichen. Auch wenn sich Saunaanbieter bezüglich sicherer Konzepte viele Gedanken gemacht haben, möchten wir momentan nicht mit fremden Menschen auf kleinem Raum in Kontakt kommen.

Und wie es unsere Art ist: Kurz nachgedacht und flux Nägel mit Köpfen gemacht – eine eigene Sauna soll her. Unsere Werkstatt muss daher umziehen und aus dem – liebevoll genannten – „Schuppen“ wird ein Wellnessraum.

Aber ihr würdet Wiebke schlecht kennen, wenn es mal eben „husch husch: ein bisschen abdichten, etwas Deko und schwups eine Sauna rein“ gut sein sollte …

Und so wurde Wiebke kurzerhand für die anstehenden Phasen zur Bauleiterin erhoben und Knut zur Hilfskraft degradiert.

Phase 1: In einer mehrtägigen Aktion entrümpeln. Man glaubt nicht, wie viel – sagen wir Mal Unnützes – sich im Laufe der Zeit ansammelt. Also ab auf den Anhänger und zur Deponie gebracht. Wie viel? Viel! 350 kg zzgl. Altmetall.

Phase 2: Wer so schön zentral und trotzdem ländlich wohnt, der darf die Natur genießen. Igel, Greifer, Eichhörnchen und Mäuse werden in unserem Garten gesehen. Letztere sind in der ehemaligen Werkstatt nicht gerne gesehen und aus diesem Grund wurde umlaufend ein Hochkant-Bordstein gesetzt. Ab jetzt bestimmen wir, wer in den zukünftigen Wellness-Raum kommt und wer nicht.

Phase 3: Trockenbau! Zunächst wurden „Strippen“ gezogen. Genau nach Vorgabe der Bauleiterin. Hier eine Lampe, dort eine Steckdose und „Knut, vergiß nicht, wenn wir aus der Sauna kommen, soll der LED-Fluter mit Bewegungsmelder im Außenbereich der Sauna nicht angehen“.

Als alle Klarheiten beseitigt waren, hat Wiebke sich um Dampfsperren, Boden, Fassadendämmplatten und Rollenisolierung gekümmert. Wie es so ihre Art ist, könnte sie sich nun nach den ganzen Gesprächen mit den Fachleuten als Externe bei der HWK zur Prüfung anmelden. Großen Dank übrigens an Hornbach Oldenburg und die Oldenburger Parkettwerke, die uns optimal beraten haben.

Praktisch haben wir also zunächst Isolierung zurecht geschnitten und angebracht, anschließend die Dampfsperre akribisch fixiert und versiegelt sowie die Lattung geschraubt. Und auch dabei versteht Wiebke überhaupt keinen Spaß und der ein oder andere unkt, dass das die erste Ex-Werkstatt mit Blowing-Door-Test wird.

Und auch der Hilfsarbeiter kommt voll auf seine Kosten. Neues Werkzeug lässt seinen Puls ansteigen. O-Ton von Knut: „Wie konnte mir die wunderbare Welt der Kompressorwerkzeuge so lange verborgen bleiben?“. Es werden Stifte geschossen und Kartuschen mit Druck gepresst. Und natürlich das Netz nach neuen Druckluftwerkzeugen durchsucht …

Und noch eine Neuentdeckung. Bosch hat eine Trennscheibe für weiche Materialien wie Holz herausgebracht und so bleibt die Kapp- und Gärungssäge für die nicht-sichtbaren Hölzer aus Platzgründen im Werkstattregal und alle Latten mit der neuen Flexscheibe gekürzt.

Wie geht es jetzt weiter? In dieser Woche schrauben wir die Rigips-Platten an und kümmern uns um die Dosen, die anschließend natürlich vom Elektromeister abgenommen werden. Dann fehlt noch Farbe und Boden … und dann kann Phase 4 starten.

Phase 4: also der Einbau der Sauna – steht noch nicht ganz fest. Wir hoffen auf einen Liefertermin Ende November.

Ein paar Worte zur Sauna. Zunächst haben wir uns natürlich von Äußerlichkeiten leiten lassen. Ist doch ganz klar, eine Investition in dieser Art muss uns ja in erster Linie gefallen.

Für uns war wichtig, dass sie aus Platzgründen einen Eckeinstieg hat und dass mind. 2 Personen darin liegen können.

So haben wir uns einen Showroom in Bremen angesehen und sind fast hinten übergefallen. Im Katalog hui, in Echt pfui. Nein, das war nichts für uns.

Dann haben wir uns bei Butenas erkundigt und waren von der Beratungsleistung und der Qualität der genutzten Hölzer überzeugt.

Und so fiel die Wahl auf die Butenas Espoo mit einen hochwertigen 9 Kw Ofen. Über den Aufbau werden wir euch schon bald in einem gesonderten Video informieren.

Ihr seht, es ist spannend bei uns und am Abend sind wir wie zu Zeiten des Einraumwohnungsbaus wieder so schön müde. Wir mögen das …

2 Gedanken zu „Unser tolles Saunaprojekt

  • 25. November 2020 um 20:56
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    Ihr seid großartig, macht wirklich Spaß Euch zu begleiten! Und vielen Dank für die äusserst sympathische und verständliche Stromkunde. Habs jetzt verstanden…herzliche Grüße. Franziska

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    • 26. November 2020 um 7:09
      Permalink

      Danke für deine tolles Feedback 🙂

      Antworten

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