FAQ zu unserem WoMo

Haftungsausschluss

Diese Hinweise sind nur als Information zu verstehen. Wir sind halt nur hochqualifizierte Universal-Dilettanten.

Durchgang zum Fahrerhaus

Nein, wir haben keinen Durchgang zu Fahrerhaus!
Hier unsere Gründe:

  • passt nicht in unsere Innenraumgestaltung
    3. Sitz im Fahrerhaus ist im Weg und es würde bedeuten, dass man im Koffer mit den Füßen in der Spüle landet 🙂
  • Durchgang = Kältebrücke
  • teuer
  • Problem beim Abklappen des Fahrerhauses
  • Das schnelle Losfahren im Gefahrenfall funktioniert sowieso nicht, da der LKW erst einmal einige Minuten Druck im System aufbauen muss.

Diesbezüglich hat sicherlich jeder andere Ansichten und Bedürfnisse. Für uns war der Durchstieg nicht sonderlich wichtig.

Welche Kleber haben wir genutzt?

Die heutigen Industriebkleber sind großartig. Es gibt nichts, was nicht geklebt werden kann. Darüber hinaus dichten Kleber ab und sind Mal elastisch, Mal starr, Hier ist eine Übersicht der Kleber, die wir genutzt haben:

  • Fenster: dauerelastische Butyldichtmasse – Dekalin 1512 (hautbildend)
  • Solar auf dem Dach: Kleber: Sikafl ex 252 Konstruktionskleber, vorher „Primer 210“ Haftverbesserer und „Sika Cleaner 205“ Haftreiniger.
  • PVC Boden: PVC Boden- und Montagekleber dauerhaft
  • Alles andere: Carlofon Dicht und Klebmasse 410 UV

Kühlschrank

Absorber oder Kompressorkühlschrank – das ist hier die Frage:
Vorteile Nachteile  Funktionsweise
Absorber
  • leise
  • läuft mit Gas und Strom
  • keine beweglichen Verschleißteile
  • hoher Wirkungsgrad (Gas)
  • weniger Wirkungsgrad (Strom zu Kühlleistung)
  • teuer
  • angeblich bei höheren Temperaturen wenig wirkungsvoll
  • muss relativ gerade stehen
Kälte wird durch Wärme erzeugt. Arbeitet mit Gas, 12 V, oder 230 V. Wasser-Ammoniak-Gemisch wird erhitzt. Durch anschließende Kondensation/Verdunstung entsteht Kälte.
Kompressor
  • hoher Wirkungsgrad (Strom)
  • kühlt tiefer als ein Absorberkühlschrank
  • außentemperaturunabhängig
  • keine Öffnungen für Abgas- und Warmluft im Kofferaufbau nötig
  • meist recht laut (kann mit dem Alter zunehmen)
  • braucht entsprechende Batterieleistung
  • teuer
  • noch teuer bei bester Energieeffizienz
  • mechanischer Verschleiß
Kälte wird durch Kompression erzeugt. Kühlmittel (Gas) wird verdichtet und somit erhitzt. Beim Verdampfen des Gases kühlt dieses ab.
Die einzig richtige Entscheidung gibt es demnach nicht. Daher haben wir uns für das entschieden, was wir schon kannten und mit dem wir gute Erfahrungen gemacht haben: ein Absorberkühlschrank.

„Ein undichter Koffer saugt sich voll wie ein Schwamm“ – ein Selbstversuch

Immer und immer wieder liest man, dass sich undichte Wände eines Kühlkoffers vollsaugen wie ein Schwamm.Im Internet wird teilweise sogar davor gewarnt, dass der Koffer dadurch eine halbe Tonne schwerer ist.

Das konnten wir uns alles nicht vorstellen. Ähnlich wie bei Bauschaum oder Styrodur handelt es sich bei unserem GFK-Sandwichaufbau im Kern um einen PUR Schaum. Dieser ist zwar offenporig, soll aber nicht z.B.  wie ein Hausaltsschwamm, die Flüssigkeit halten.

Also haben wir mal einen Versuch gestartet, von unseren Fensterausschnitten war ja genug Schaum übrig.
Nachdem wir ein Stück des Wandinneren für 8 Stunden ins Wasser gelegt hatten, konnten wir feststellen, das hier kein Milliliter Wasser vom Schaum aufgenommen wurde.
Unsere Vermutung hat sich bestätigt!
Und wie sieht es bei Styropor aus? Grobporiges expandiertes Polystyrol (EPS) nimmt bei dauerhafter Wassereinwirkung Wasser auf, und das in gar nicht einmal geringen Mengen. Dass Styropor kein Wasser aufnimmt, ist eine Mär. Bei feinporigen extrudiertem Polystyrol (XPS) sieht es etwas besser aus: http://www.bau-sv.de/wasseraufnahme-von-polystyrol-daemmstoff-eps/.  Eine Alternative zum Styropor wäre Armaflex AG.

Maximale Breite

Die maximale Breite von Fahrzeugen (egal ob WoMo oder nicht) bestimmt sich durch §32 (1) 1 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO).

§32 Abmessungen von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen

(1) Bei Kraftfahrzeugen und Anhängern einschließlich mitgeführter austauschbarer Ladungsträger (§ 42 Absatz 3) darf die höchstzulässige Breite über alles – ausgenommen bei Schneeräumgeräten und Winterdienstfahrzeugen – folgende Maße nicht überschreiten:

  1. allgemein … 2,55 m,
  2. bei land- oder forstwirtschaftlichen Arbeitsgeräten und bei Zugmaschinen und Sonderfahrzeugen mit auswechselbaren land- oder forstwirtschaftlichen Anbaugeräten sowie bei Fahrzeugen mit angebauten Geräten für die Straßenunterhaltung … 3,00 m,
  3. bei Anhängern hinter Krafträdern … 1,00 m,
  4. bei festen oder abnehmbaren Aufbauten von klimatisierten Fahrzeugen, die für die Beförderung von Gütern in temperaturgeführtem Zustand ausgerüstet sind und deren Seitenwände einschließlich Wärmedämmung mindestens 45 mm dick sind … 2,60 m,
  5. bei Personenkraftwagen … 2,50 m.
Zu §32 (1) 4: TK-ISO LKW sind besonders stark isoliert. Damit weiterhin 2 Euro-Paletten hineinpassen, greift Satz 4. Bei einem TK-ISO LKW, der zu einem Wohnmobil wird, ist die Bestimmung gem. Satz 4 aufgehoben und er kann nicht als WoMo zugelassen werden. Daher sollte ein Frischdienstkoffer nicht über 2,55 M sein.

Zulassungskriterien Wohnmobil

Wann kann ich einen Fahrzeug als Wohnmobil vom TÜV zulassen? Dazu hier ein Link zum TÜV Nord
Kurzübersicht:
  • Nur bauartgenehmigte Bauteile (z. B. zugelassene Fenster) nutzen
  • Vor weitreichenden Änderungen (Dach aufschneiden, Holme zersägen …) unbedingt mit dem TÜV sprechen.
  • Ab 50 cm Tritthöhe muss eine Trittstufe eingebaut werden.
  • Zusätzliche Sitze für Passagiere müssen eingetragen sein. Fahrgäste müssen stets über 2 Fluchtwege, die nicht auf auf der gleichen Seite sind, das Fahrzeug verlassen können. Wichtig, wenn das Fahrzeug einmal auf der Seite liegt. Als Notausstieg gelten Türen (mind. BH 0,5/1 Meter, Fläche 0,65 m²) und Fenster (mind. B 0,4 Meter, Fläche 0,25 m²).
  • Mindestmerkmale für ein WoMo
    • Sitzgelegenheit inkl. Tisch
    • Schlafplätze (auch umbaubare sind gestattet)
    • fest verbaute Küche bzw. Kochstelle
    • Stauraum.
    • Einrichtungen müssen den Charakter des Fahrzeugs bestimmen und müssen fest verbaut sein. Darüber hinaus muss man im Fahrzeug „stehen“ können (ab 1,70 m Stehhöhe).
    • Einrichtung muss einem Unfall standhalten können. Das gilt insbesondere für Passagiersitze. Es dürfen im Falle eines Unfalls den Passagieren keine Gefahren durch herausstehende Kanten oder umherfliegende Schubladen entstehen.
  • Belüftung: Passagiere müssen genügen Luft zum Atmen bekommen. Besonderes Augenmerk gilt Verbrennungsabgasen durch Heizung, Kühlschrank oder Fahrzeugabgasen. Frischluft muss den Passagieren zugeführt werden, der Gaskasten muss vom Fahrgastraum hermetisch abgeschlossen sein..
  • Einbauvorschriften sind zu beachten:
    • Elektro (z. B. VDE 0100-721, VDE 0100-708 und VDE 0100-754)
    • Gas ( DVGW Arbeitsblatt G 607 sowie der DIN 3381)