schee wars – hier am Hopfensee

Diese Berge machen süchtig …

Oder wieso falle ich als Langschläfer morgens vor allen anderen aus dem Bett um zu fotografieren?

Meist kam ich um neun Uhr neben einigen hundert Bildern mit einem guten Gefühl zurück. Dies setzte sich scheinbar aus der Kälte und einer absoluten Zufriedenheit zusammen.

Und so begann fast jeder Tag auf diesem schönen Campingplatz. Wir sind ja eigentlich überhaupt nicht die 5***** Campingplatzbesucher und daher war es auch unser erstes Erlebnis am Hopfensee.

Der Empfang war überaus freundlich und zu meiner Freude absolut durchorganisiert. Als wir dann Frischwasser für die kommenden 10 Tage gebunkert hatten und uns in Richtung unseres Stellplatzes rollten, wurde uns die Größe des Campingplatzes zum ersten Mal richtig bewusst. Der Platz ist sehr groß, was aber durch die hübsche terassenförmig parzellierte Anlage gar nicht so wirklich zu merken ist.

Der positive Eindruck bestärkte sich beim ersten Rundgang. Trotz Schnee und Matsch ist die gesamte Anlage sehr gepflegt. Die Sanitäranlagen werden mehrmals am Tag gründlich gereinigt und sind sehr ansprechend gestaltet.

Angefangen von den Reinigungskräften über die „Hausmeister“ des Platzes bis hin zu den Mitarbeitern im Restaurant sind alle durchweg freundlich und man merkt eigentlich nicht, dass hier gerade absolute Hochsaison ist.

Und auch die anderen Gäste sind total tiefenentspannt: Ein tolle Atmosphäre lag über die ganzen 10 Tage in der Luft und wir haben wirklich mit vielen netten Menschen Kontakt gehabt.

Unsere Kinder waren an allen Tagen Dauergäste im schönen Schwimmbad. Da Wiebke uns ich eher Saunagänger sind, wollten wir gerne die Sauna ausprobieren. Dies haben wir aber abgebrochen: es war uns schlichtweg zu voll, obwohl die Zahl der Gäste vom Campingplatz reglementiert wurde.

Wintercamping ist klasse, wobei wir jedes Mal in unseren Winter-Urlaubstagen an einen Punkt kommen, an dem es uns im Womo zu viert zu eng wird. Obwohl wir ja luxuriös viel Platz haben, hockt man bei Schnee und Minusgraden doch enger zusammen als im Sommer.

Spannend war, wie unsere Idee mit dem mobilen Abwassertank wohl klappen würde. Ihr erinnert euch, wir haben ja keine frostsicheren Abwassertanks. Und wir sind richtig froh, dass der Einsatz des mobilen Tanks dank Abwassergulli direkt am Stellplatz so gut geklappt hat.

Sehr überrascht hat uns der Gasverbrauch. Wir haben deutlich weniger verbraucht als angenommen. Hochgerechnet kommen wir mit dem Tank mindestens zwei Wochen bei Minusgraden muckelig warm aus und kochen können wir natürlich auch.

Apropos kochen: In diesem Urlaub konnte ich mich mal wieder so richtig am Herd austoben. Neue Rezepte wie Piroggi oder Sous-Vide Kochen standen auf dem Plan. Es fehlten aber auch nicht die Klassiker wie Käsefondue am Silvesterabend oder Neujahr ein leckeres Grillbuffet. Einige Rezepte werden peu à peu nachgeliefert. Ach ja, natürlich waren wir auch essen. Die Haxen im Restaurant vor Ort sind sehr lecker und dazu dann ein dunkles Bierchen. Ein Genuss.

Noch Mal zu Campingplatz: Unsere Tage hätten wir auch komplett mit dem Rahmenprogramm des Platzes füllen können. Wer da nichts für sich findet ist selber schuld: Kino, basteln, Vorträge, Wanderungen und und und. Aber irgendwie waren wir mit uns und der Natur so beschäftigt, dass wir davon nichts wirklich wahrgenommen haben. Bis auf die Eislaufbahn, die ein echtes Highlight war.

Was haben wir also in den 10 Tagen so unternommen? Das war immer abhängig vom Wetter. An den Tagen, an denen wir richtig viel Schnee hatten, waren wir viel am See und haben Wanderungen unternommen. Als der Fön den Schnee innerhalb von einem Tag ins Nirvana schickte, grüßte uns die Sonne derart, dass wir 5 Stunden vor der Einraumwohnung saßen. An den weniger winterlichen Tagen standen dann Ausflüge nach Füssen und in die nähere Umgebung an. Wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter.

Das mit den Ausflügen wurde übrigens durch die Füssencard zum Kinderspiel. Alle Busse der Region waren mit der entrichteten Kurtaxe abgedeckt und so war die Burg Falkenstein oder das Schloss Neuschwanstein nur noch wenige Busminuten entfernt.

Tja und nun, nun geht es schon wieder in Richtung Oldenburg. Wir „Fischköppe“ (so wurden wir an einem Mitcamper eines Morgens begrüßt), verlassen die Berge mit etwas Wehmut. Es war wirklich schön hier und wir sagen danke, servus und so long …

Euer Knut

 

Film

Bilder

 

2 Gedanken zu „schee wars – hier am Hopfensee

  • 5. Januar 2018 um 9:15
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    Liebe Oldenburger,
    vielen Dank, dass ich ein ganz kleines Stückchen von eurem Urlaub per Film und Fotos miterleben durfte. Auch der Text dazu ist super, macht Lust aufs Reisen.
    Ich bin auch immer wieder begeistert von Bergen und Seen, genauso wie von Fjorden und Fjell. Natur eben.
    Gute Heimreise und noch viele schöne Reisen
    Liebe Grüße aus dem südlichen Schleswig-Holstein

    Antworten
  • 8. Januar 2018 um 10:18
    Permalink

    Hi,
    waren zur selben Zeit auch auf dem Platz. Und beim Blick aus dem Schwimmbad über den Platz hab ich direkt euer Mobil gesehen. Witzig wenn man vorher immer bei euch mitliest.
    Schöner Platz.

    Vg Thorsten

    Antworten

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